Der Frauenmörder von Boston (1968)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Richard Fleischer |
|---|---|
| Genre | Drama, Krimi, Thriller |
| Laufzeit | 111 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1968-10-08 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| TMDB-Bewertung | 6,6 (258 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Boston in den 1960er Jahren: Eine Serie von Morden an Frauen versetzt die Stadt in Angst, ohne dass die Ermittler greifbare Spuren finden. Polizist John S. Bottomly übernimmt die Aufgabe, dem Täter auf die Spur zu kommen, doch es fehlt an Zeugen, die eine Beschreibung liefern könnten. Ein Hoffnungsschimmer entsteht, als Dianne Cluny einem Angriff entkommt. Sie kann sich zwar nicht an das Geschehen erinnern und liefert keine verwertbare Aussage, hat den Täter jedoch verletzt. Die Ermittlungen bleiben trotzdem zäh, und die Polizei ist darauf angewiesen, dass sich der Täter irgendwann selbst verrät.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1968 unter der Regie von Richard Fleischer und beruht auf einem realen Fall aus Boston. In den Hauptrollen sind Tony Curtis, Henry Fonda, George Kennedy und Mike Kellin zu sehen. Freigegeben ist der Film ab 16 Jahren.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Drama, Krimi und Thriller zeigt, dass der Film nicht auf reine Spannungserzeugung setzt, sondern das Verbrechen und seine Aufklärung als gesellschaftlichen und psychologischen Vorgang begreift. Die Erzählung folgt konsequent der Ermittlerperspektive: Im Zentrum steht nicht der Täter selbst, sondern der mühsame, oft ergebnislose Weg der Polizeiarbeit. Dass eine Überlebende auftritt, die trotz direkter Konfrontation mit dem Täter keine Aussage liefern kann, unterstreicht, wie stark der Film auf die Ohnmacht der Ermittler gegenüber einem Fall ohne klare Beweislage setzt. Die Besetzung mit etablierten Darstellern wie Fonda und Curtis deutet auf ein Werk, das trotz des kriminalistischen Stoffs auf schauspielerische Tiefe statt auf reine Actionmomente setzt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,6 bei einer vergleichsweise schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film im soliden Mittelfeld, ohne dass sich daraus ein einhelliges Urteil ableiten lässt. Seit der Entstehung 1968 sind mittlerweile mehr als fünf Jahrzehnte vergangen, was den Film in eine frühe Phase des Genres einordnet, in der reale Kriminalfälle zunehmend als Filmstoff aufgegriffen wurden. Innerhalb des Krimi- und Thriller-Genres steht er damit für einen nüchternen, ermittlungsorientierten Zugang zu einem Verbrechen, der weniger auf Spektakel als auf die Darstellung eines langwierigen, unsicheren Aufklärungsprozesses setzt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Tony Curtis als Albert DeSalvo
- Henry Fonda als John S. Bottomly
- George Kennedy als Det. Phil DiNatale
- Mike Kellin als Julian Soshnick
- Hurd Hatfield als Terence Huntley
- Murray Hamilton als Det. Frank McAfee
- Jeff Corey als John Asgeirsson
- Sally Kellerman als Dianne Cluny
- William Marshall als Atty. Gen. Edward W. Brooke
- George Voskovec als Peter Hurkos
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