Der große Eisenbahnraub (1903)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Edwin S. Porter |
|---|---|
| Genre | Western, Krimi, Action, Abenteuer |
| Laufzeit | 12 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1903-12-07 |
| Budget | 150 $ |
| TMDB-Bewertung | 7 (722 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Überliefert ist vor allem eine Einstellung, und sie gilt als die sinnfälligste des Films: Der Anführer der Banditen sitzt, bis zur Brust im Bild, hebt die Pistole, richtet sie auf die Kamera — also auf die Zuschauer — und schießt, ohne mit der Wimper zu zucken, in das Objektiv.
Diese Szene konnte nach Ermessen des Vorführers auch an den Anfang des Films montiert werden. Sie war zudem die einzige, die von Hand koloriert wurde. Ihre Wirkung war auf Überraschung angelegt: am Anfang als Ankündigung dessen, was folgt, am Ende als drohender Hinweis darauf, dass der Bösewicht zurückkehren könnte.
Entstehungsgeschichte
Edwin S. Porter verantwortet den 1903 entstandenen Film. In der Besetzung finden sich Gilbert M. Anderson, John Manus Dougherty Sr., Frank Hanaway und Adam Charles Hayman.
Hinter den Kulissen
Vier Genrezuordnungen liegen vor: Western, Krimi, Action und Abenteuer. Alle vier lassen sich aus dem Überfall selbst ableiten — der Schauplatz macht den Western, die Tat den Krimi, die Ausführung Action und Abenteuer.
Aufschlussreich ist der Umstand, dass die Reihenfolge der Bilder dem Vorführer überlassen blieb. Ein Film war damit kein festgelegtes Werk, sondern eine Anordnung, die sich am Vorführort noch ändern ließ. Ebenso bemerkenswert ist der Bezug nach außen: Das Publikum wusste, dass der Anführer des tatsächlichen Zugüberfalls noch auf freiem Fuß war. Der Schuss in die Kamera zielte damit auf ein Wissen, das die Zuschauer mitbrachten.
Einordnung & Wirkung
Die Bewertung von 7,0 von 10 fällt für einen so frühen Titel bemerkenswert stabil aus, wobei die Zahl der Stimmen überschaubar bleibt. Hundertdreiundzwanzig Jahre nach der Entstehung wird der Film zwangsläufig anders gesehen als von seinem ersten Publikum: Was damals als Überraschung wirkte, ist heute vor allem ein Blick auf die Anfänge des Erzählens im Kino.
Bilder





Besetzung & Stab
- Gilbert M. Anderson als Bandit / Shot Passenger / Tenderfoot Dancer (uncredited)
- John Manus Dougherty Sr. als Bandit (uncredited)
- Frank Hanaway als Bandit (uncredited)
- Adam Charles Hayman als Bandit (uncredited)
- Robert Milasch als Trainman / Bandit (uncredited)
- Marie Murray als Dance-Hall Dancer (uncredited)
- Mary Snow als Little Girl (uncredited)
- A.C. Abadie als Sheriff (uncredited)
- Walter Cameron als Sheriff (uncredited)
- Donald Gallaher als Little Boy (uncredited)
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Verfügbarkeit
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