Der Prozeß der Jeanne d'Arc (1963)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Robert Bresson |
|---|---|
| Genre | Drama, Historie |
| Laufzeit | 62 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1963-02-13 |
| TMDB-Bewertung | 7,2 (156 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Rouen, im Jahr 1431, mitten im Hundertjährigen Krieg. Jeanne d'Arc, die als Jungfrau von Orléans bekannt geworden ist, befindet sich in der Gewalt einer gegnerischen französischen Partei, die sie an ihre englischen Verbündeten ausliefert. Vor einem kirchlichen Gericht muss sie sich verantworten – einem Gremium, das unter der Aufsicht ihrer Feinde steht und dessen Urteil von Beginn an feststeht. Der Film konzentriert sich auf diese Verhandlung selbst, auf Fragen und Antworten, auf das Ringen zwischen einer jungen Frau und einer Institution, die über sie zu Gericht sitzt, ohne sie wirklich hören zu wollen.
Entstehungsgeschichte
Robert Bresson inszenierte "Der Prozeß der Jeanne d'Arc" 1963 als Spielfilm, der sich auf eine wahre Begebenheit stützt. In den Hauptrollen sind Florence Delay, Jean-Claude Fourneau, Roger Honorat und Marc Jacquier zu sehen. Eine Altersfreigabe ist nicht überliefert.
Hinter den Kulissen
Die Einordnung als Drama mit historischem Hintergrund verrät, dass der Film weniger auf äußere Handlung setzt als auf die Zuspitzung einer Situation, die durch die Geschichte bereits vorgegeben ist. Der Hinweis auf eine wahre Begebenheit lenkt den Blick auf die Verhandlung als solche, nicht auf mögliche Wendungen im Ausgang. Die Besetzung mit vergleichsweise wenigen genannten Namen passt zu einem Kammerspielcharakter, bei dem das Verhältnis zwischen Angeklagter und Richtern im Zentrum steht. Dass der Prozess selbst zum eigentlichen Schauplatz wird, deutet auf eine Erzählweise hin, die Distanz und Beobachtung über Dramatisierung stellt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,2 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film in einem Bereich, der auf ein kleines, aber vergleichsweise wohlwollendes Publikum schließen lässt. Seit der Entstehung 1963 sind inzwischen über sechzig Jahre vergangen, was den Film klar in die frühe Nachkriegszeit des europäischen Kinos verweist. Innerhalb der zahlreichen filmischen Auseinandersetzungen mit dem Stoff um Jeanne d'Arc positioniert sich diese Version durch ihre Konzentration auf den juristischen Vorgang selbst, ohne dass die vorliegenden Angaben weitere Vergleiche zulassen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Florence Delay als Jeanne d'Arc
- Jean-Claude Fourneau als Bishop Cauchon
- Roger Honorat als Jean Beaupere
- Marc Jacquier als Jean Lemaitre
- Jean Gillibert als Jean de Châtillon
- Michel Herubel als Isambert de la Pierre
- André Régnier als D'Estivet
- Arthur Le Bau als Jean Massieu
- Marcel Darbaud als Nicolas de Houppeville
- Philippe Dreux als Martin Ladvenu
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