Tagebuch eines Landpfarrers (1951)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Robert Bresson |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 115 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1951-02-07 |
| TMDB-Bewertung | 7,5 (291 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ein junger Priester kommt nach Ambricourt, eine Pfarrei im französischen Artois, und will das religiöse Leben der Gemeinde neu beleben. Doch er stößt überall auf Misstrauen: Die Bauern wenden sich ab, und auch die gräfliche Familie begegnet ihm distanziert. Die Comtesse hat vor Jahren ihren Sohn verloren und sich in Selbstmitleid eingerichtet, ihre Tochter fühlt sich von der Mutter vernachlässigt und trägt tiefen Hass gegen die eigene Familie in sich. Selbst der Dorfarzt, von Patienten wie von Gott gleichermaßen verlassen, sieht keinen Ausweg mehr. Inmitten dieser Ablehnung leidet der junge Priester zunehmend, und als bei ihm ein unheilbares Krebsleiden festgestellt wird, verschärft sich sein Ringen mit sich selbst und seinem Amt.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1951 unter der Regie von Robert Bresson. In den Hauptrollen sind Claude Laydu als der junge Priester sowie Jean Riveyre, Adrien Borel und Rachel Bérendt zu sehen. Es handelt sich um ein Drama.
Hinter den Kulissen
Die Geschichte konzentriert sich ganz auf einen Einzelnen, der gegen das kollektive Misstrauen eines Dorfes ankämpft, während sein Körper ihn zusehends verlässt. Die Verbindung von geistlicher Krise und körperlichem Verfall gibt dem Drama eine doppelte Schwere: Innerer Zweifel und äußeres Leiden verstärken sich gegenseitig. Die Nebenfiguren, allen voran die Comtesse und ihre Tochter, spiegeln unterschiedliche Formen von Verlust und Entfremdung von Glauben und Familie, wodurch die Pfarrei zu einem Ort wird, an dem private Trauer und religiöse Gleichgültigkeit ineinandergreifen. Die Erzählung bleibt eng an der Perspektive des Priesters, was seine Isolation und sein wachsendes Unvermögen, Nähe herzustellen, spürbar macht.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,5 bei einer im Verhältnis zum Alter des Films schmalen Stimmenzahl steht der Titel für ein Publikum, das sich gezielt mit ihm auseinandersetzt, statt für einen Massentitel. Zwischen dem Erscheinungsjahr 1951 und heute liegen weit über sieben Jahrzehnte, in denen sich das Drama als eigenständiges Werk innerhalb seines Genres behauptet, ohne auf große Stimmenzahlen angewiesen zu sein. Als reines Drama, das auf äußere Effekte verzichtet und sich ganz auf innere Vorgänge konzentriert, nimmt der Film innerhalb seines Genres eine zurückgenommene, konzentrierte Stellung ein.
Bilder








Besetzung & Stab
- Claude Laydu als Curé d'Ambricourt
- Jean Riveyre als Le Comte
- Adrien Borel als Priest of Torcy
- Rachel Bérendt als La Comtesse
- Nicole Maurey als Miss Louise
- Nicole Ladmiral als Chantal
- Martine Lemaire als Séraphita Dumontel
- Antoine Balpêtré als Dr. Delbende
- Jean Danet als Olivier
- Gaston Séverin als Canon
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Verfügbarkeit
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