Der Rabe (1943)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Henri-Georges Clouzot |
|---|---|
| Genre | Mystery, Drama, Thriller |
| Laufzeit | 92 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1943-09-28 |
| TMDB-Bewertung | 7,5 (327 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
In einer kleinen französischen Provinzgemeinde herrscht seit einigen Tagen eine vergiftete Stimmung. Anonyme Briefe gehen um, gespickt mit Verleumdungen und Gerüchten, und wann immer die Post kommt, hält sich die Freude der Bewohner in Grenzen.
Der Absender unterzeichnet mit dem Decknamen „Der Rabe“, und seine Absicht geht schon bald auf. Der Psychoterror per Brief entfaltet genau die Wirkung, auf die der geheimnisvolle Schreiber es abgesehen hat: Das Vertrauen der Menschen untereinander schwindet. Nachbarn beäugen einander argwöhnisch, und am Ende verdächtigt jeder jeden. Wer hinter den Briefen steckt, wird zur Frage, die die ganze Gemeinde in Atem hält.
Entstehungsgeschichte
Henri-Georges Clouzot führte Regie bei diesem Film aus dem Jahr 1943. In der Besetzung finden sich Pierre Fresnay, Ginette Leclerc, Micheline Francey und Héléna Manson. Der Film ist in Schwarzweiß gehalten, was zur bedrückenden Atmosphäre der Geschichte passt.
Hinter den Kulissen
Mystery, Drama und Thriller greifen hier ineinander. Die Handlung um anonyme Briefe liefert ein klassisches Rätsel nach der Identität eines Täters, doch das Drama liegt in den Folgen für die Gemeinschaft. Klatsch spielt dabei eine tragende Rolle: Gerüchte, die ohnehin im Umlauf sind, werden schriftlich zugespitzt und entfalten zerstörerische Kraft.
Auch ein Arzt gehört zu den Figuren, die in diesem Geflecht aus Verdacht und Anschuldigung eine Rolle spielen, und auch das Motiv des Gifts gehört zum Kern der Geschichte, die schon in ihrer Ausgangslage von einer vergifteten Stimmung erzählt. Das Setting in Frankreich und die Enge einer kleinen Gemeinde bilden den Rahmen, in dem jeder jeden kennt und deshalb auch jeder zum Verdächtigen werden kann. Der Film richtet den Blick weniger auf den Täter allein als auf eine Gesellschaft, in der Misstrauen wie eine Krankheit um sich greift.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,5 von 10 Punkten erzielt der Film eine deutlich positive Durchschnittsbewertung. Diese beruht auf einigen hundert Stimmen, was für ein Werk dieses Alters eine beachtliche Aufmerksamkeit bedeutet.
Seit dem Erscheinen sind 83 Jahre vergangen. Im Genre des Mysterythrillers steht der Film für Geschichten, die das Rätsel um einen anonymen Täter mit einer genauen Studie über Denunziation und Gruppendruck in einer kleinen Gemeinschaft verbinden.
Bilder








Besetzung & Stab
- Pierre Fresnay als Le docteur Rémy Germain
- Ginette Leclerc als Denise Saillens
- Micheline Francey als Laura Vorzet
- Héléna Manson als Marie Corbin, l'infirmière
- Jeanne Fusier-Gir als La mercière
- Sylvie als La mère du cancéreux
- Liliane Maigné als Rolande Saillens
- Pierre Larquey als Michel Vorzet
- Noël Roquevert als Saillens, le directeur de l'école
- Bernard Lancret als Le substitut
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Verfügbarkeit
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