Der Schnurrbart (2005)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Emmanuel Carrère |
|---|---|
| Genre | Drama, Mystery |
| Laufzeit | 86 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2005-06-09 |
| TMDB-Bewertung | 6,1 (125 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Marc rasiert sich eines Tages den Schnurrbart ab, den er seit seiner Jugend trägt. Er rechnet mit einer Reaktion seiner Frau Agnes, ob nun anerkennend oder irritiert. Doch nichts geschieht. Auch niemand aus seinem Umfeld scheint die Veränderung zu bemerken. Als er schließlich direkt nachfragt, erntet er nur Verwunderung: Er habe nie einen Schnurrbart getragen, heißt es, die Frage sei absurd. Von da an gerät Marc in einen Strudel aus Zweifeln, der vor allem seine Ehe erfasst. Agnes drängt darauf, dass er sich psychiatrisch untersuchen lässt, während Marc abwechselnd glaubt, sie habe den Verstand verloren, oder dass man ihn zum Ziel einer Verschwörung gemacht habe. Eine Reise nach Hongkong soll ihm helfen, Klarheit zu gewinnen. Wie diese Reise endet, bleibt hier offen.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 2005 unter der Regie von Emmanuel Carrère. In den Hauptrollen sind Vincent Lindon und Emmanuelle Devos als Marc und Agnes zu sehen, ergänzt um Mathieu Amalric und Hippolyte Girardot. Eine Altersfreigabe ist nicht bekannt.
Hinter den Kulissen
Die Einordnung als Drama mit Mystery-Elementen passt zu einer Geschichte, die sich weniger für äußere Handlung als für den schleichenden Vertrauensverlust zwischen zwei Menschen interessiert. Dass die Erzählung an einem scheinbar banalen Detail ansetzt, einem abrasierten Bart, und daraus eine Frage nach Wahrnehmung und Wirklichkeit entwickelt, verweist auf eine bewusst rätselhafte Anlage: Niemand liefert eine eindeutige Erklärung, weder für Marc noch für das Publikum. Die Konzentration auf das Paar und dessen engeres Umfeld, ohne große Nebenhandlungen, unterstreicht diesen kammerspielartigen Charakter, der auf Verunsicherung statt auf Auflösung setzt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,1 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen bewegt sich der Film im mittleren Bereich, was für ein Werk sprechen kann, das eher auf Verstörung als auf klare Zuspitzung setzt und dadurch nicht bei allen gleich ankommt. Seit dem Erscheinungsjahr 2005 sind mittlerweile 20 Jahre vergangen, ohne dass sich an der Grundanlage der Geschichte etwas relativiert hätte: Die Frage, ob man der eigenen Wahrnehmung oder der seiner Umgebung trauen kann, bleibt unabhängig vom zeitlichen Abstand wirksam.
Bilder





Besetzung & Stab
- Vincent Lindon als Marc Thiriez
- Emmanuelle Devos als Agnès Thiriez
- Mathieu Amalric als Serge Schaeffer
- Hippolyte Girardot als Bruno
- Cylia Malki als Samira
- Macha Polikarpova als Nadia Schaeffer
- Fantine Camus als Lara Schaeffer
- Frédéric Imberty als Patron café
- Brigitte Bémol als Policière
- Denis Ménochet als Serveur
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Verfügbarkeit
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