Der siebente Kontinent (1989)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Michael Haneke |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 108 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1989-10-20 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| TMDB-Bewertung | 7,5 (373 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Eine Familie in geordneten Verhältnissen: Der Vater, seine Frau Anna und die kleine Tochter Evi führen ein ruhiges Leben der Mittelschicht. Jeder Morgen beginnt zur selben Uhrzeit, die Handgriffe wiederholen sich, und am Abend sitzt man mit Bekannten beim Essen. Gerade in dieser Gleichförmigkeit liegt das Unbehagen, das der Film nach und nach freilegt.
Die ersten Risse zeigen sich bei Evi. In der Schule gibt es Schwierigkeiten, sie täuscht Krankheiten vor, und plötzlich wird den Eltern bewusst, dass ihr sorgsam eingerichtetes Dasein sie nicht glücklich macht. Als Ausweg fassen sie einen Plan: Sie wollen nach Australien auswandern. Wohin dieser Entschluss tatsächlich führt, bleibt hier bewusst offen.
Entstehungsgeschichte
Das Drama stammt von Michael Haneke und kam 1989 heraus. Der Stoff greift einen realen Fall auf, für den die österreichische Polizei bis heute keine Erklärung gefunden hat, und versteht sich als ein möglicher Deutungsversuch dieser Ereignisse. Birgit Doll und Dieter Berner stehen im Zentrum der Besetzung, dazu kommen Leni Tanzer und Silvia Fenz. Wer den Film sehen möchte, muss mindestens 16 Jahre alt sein, was dem Thema entspricht.
Hinter den Kulissen
Der Film ist ein reines Drama und stützt sich auf eine wahre Begebenheit. Diese Verbindung prägt die Anlage: Wer eine Geschichte erzählt, die auf einem ungeklärten Fall beruht, kann keine endgültigen Antworten liefern, sondern nur eine Lesart anbieten. Die Erzählung setzt deshalb nicht auf Spannung im herkömmlichen Sinn, sondern auf die Beobachtung von Routinen.
Auffällig ist, wie stark die Handlung um Wiederholung kreist. Das immer gleiche Aufstehen, die immer gleichen Tätigkeiten werden zum eigentlichen Stoff. Das Kind, das Krankheiten vortäuscht, wirkt dabei wie ein Seismograf für eine Leere, die die Erwachsenen erst spät bemerken. Eine Familie aus Eltern und Tochter im Mittelpunkt gibt der Geschichte den Charakter eines Kammerspiels.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,5 von 10 Punkten fällt die Bewertung deutlich positiv aus, gestützt auf eine Basis von einigen hundert Stimmen. Für ein ruhig erzähltes Drama über einen verstörenden Stoff ist das ein klares Urteil, auch wenn die Zahl der Wertungen überschaubar bleibt.
Seit dem Erscheinen sind 37 Jahre vergangen. Die Frage, was sich hinter einer scheinbar intakten Fassade abspielt, ist jedoch nicht an eine Zeit gebunden. Innerhalb des Dramas steht der Film für eine kühle, genaue Form des Erzählens, die das Publikum mit einem ungelösten Rätsel zurücklässt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Birgit Doll als Anna Schober
- Dieter Berner als Georg Schober
- Leni Tanzer als Eva Schober
- Silvia Fenz als Optician Customer
- Robert Dietl als Georg's Superior
- Georg Friedrich als Fault Service of the Post Office
- Udo Samel als Alexander
- Elisabeth Rath als Eva's Teacher
- Georges Kern als Bank Clerk
- Meat Loaf als Self(archive footage) (uncredited)
Weitere Filme von Michael Haneke
Ähnliche Titel
Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.