Funny Games (1997)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Michael Haneke |
|---|---|
| Genre | Drama, Horror, Thriller |
| Laufzeit | 104 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1997-09-11 |
| Altersfreigabe | FSK 18 |
| Einspielergebnis | 2.506 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,3 (2.172 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Anna, Georg, der Sohn und der Hund kommen zum Urlaub in ein großes Ferienhaus. Die wohlhabende Familie hat sich vorgenommen, endlich auszuspannen: golfen, Boot fahren, grillen. Dann stehen zwei junge Männer vor der Tür, betont wohlerzogen, gepflegt und wortgewandt. Was als kleine Störung beginnt, kippt, und die beiden erweisen sich als das, was hinter der Form verborgen war. Sie rufen sich abwechselnd Peter und Paul, Tom und Jerry oder Beavis und Butthead, austauschbare Namen, die keine Auskunft geben. Von da an ist die Familie ihnen ausgeliefert.
Entstehungsgeschichte
Michael Haneke inszenierte den Film, der 1997 herauskam. Susanne Lothar und Ulrich Mühe stehen im Zentrum, Arno Frisch und Frank Giering treten ihnen gegenüber. Die Freigabe ab 18 Jahren ist hier keine Formsache, sondern der angemessene Hinweis auf einen Stoff, der Gewalt nicht als Schauwert behandelt, aber auch nichts abmildert.
Hinter den Kulissen
Drama, Horror und Thriller stehen nebeneinander, und die Reihenfolge ist aufschlussreich: Das Drama kommt zuerst. Der Schrecken entsteht nicht aus einer Bedrohung von außerhalb dieser Welt, sondern aus der Umkehrung ihrer Regeln. Höflichkeit wird zum Werkzeug, ein Ferienhaus zum abgeschlossenen Raum, die Selbstverständlichkeiten des Wohlstands zur Angriffsfläche. Der Stoff verweigert das Übliche des Genres: keine Erklärung der Täter, keine Suche nach Motiven, die Trost stiften könnte. Was bleibt, ist die Frage, warum das Zuschauen überhaupt möglich ist, und die Erzählform stellt sie, statt sie zu beantworten.
Einordnung & Wirkung
7,3 von 10 aus mehreren tausend Stimmen zeigen eine deutliche Zustimmung, bemerkenswert bei einem Film, der seinem Publikum nichts anbietet, woran es sich festhalten könnte. 29 Jahre nach dem Erscheinen hat er von seiner Unbequemlichkeit nichts eingebüßt. Er steht am strengen Ende des Horrorfachs: dort, wo Gewalt nicht arrangiert wird, um Wirkung zu erzielen, sondern befragt wird, während sie geschieht. Wer eine Auflösung erwartet, die Erleichterung verschafft, bekommt sie nicht.
Bilder








Besetzung & Stab
- Susanne Lothar als Anna
- Ulrich Mühe als Georg
- Arno Frisch als Paul
- Frank Giering als Peter
- Stefan Clapczynski als Georgie
- Doris Kunstmann als Gerda
- Christoph Bantzer als Fred
- Wolfgang Glück als Robert
- Susanne Meneghel als Gerda's Sister
- Monika Zallinger als Eva
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Verfügbarkeit
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