Der Uhrmacher von St. Paul (1974)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Bertrand Tavernier |
|---|---|
| Genre | Thriller, Drama, Krimi |
| Laufzeit | 105 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1974-01-16 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| TMDB-Bewertung | 6,9 (121 Stimmen) |
Worum es geht
Ein Uhrmacher in Lyon führt ein ruhiges, geordnetes Leben, bis ihn die Nachricht trifft, dass sein Sohn eines Mordes beschuldigt wird. Der erste Schock weicht bald dem Versuch, zu begreifen, was den jungen Mann zu dieser Tat getrieben hat. Nach und nach erschließt sich dem Vater, dass sein Sohn aus politischer Überzeugung gehandelt hat, als er einen Mann tötete, den er als Klassenfeind ansah. Der Vater beginnt, für seinen Sohn einzustehen, auch wenn er dessen Weltbild nicht vollständig teilt. Der Film verfolgt weniger die Frage nach Schuld oder Freispruch als die innere Bewegung eines Mannes, der lernt, seinen Sohn neu zu sehen.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1974 unter der Regie von Bertrand Tavernier. In den Hauptrollen sind Philippe Noiret, Jean Rochefort, Jacques Denis und Yves Afonso zu sehen. Die Altersfreigabe liegt bei 16 Jahren.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Thriller, Drama und Krimi verweist hier weniger auf Spannung im klassischen Sinn als auf eine Geschichte, die ein kriminelles Ereignis zum Ausgangspunkt einer familiären und gesellschaftlichen Auseinandersetzung macht. Dass die Tat selbst politisch motiviert ist, verschiebt den Fokus von der Frage nach dem "Wer war es" hin zu einer Betrachtung von Generationenkonflikt und Überzeugung. Die Besetzung mit Noiret und Rochefort, zwei Schauspielern in tragenden Rollen, deutet auf ein Kammerspielhaftes hin, in dem Dialog und Beziehung mehr Gewicht haben als äußere Handlung. Die Geschichte ist so angelegt, dass Verständnis und Annäherung zwischen Vater und Sohn im Zentrum stehen, nicht die juristische Aufarbeitung des Falls.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,9 bei einer eher schmalen Stimmenbasis zeigt der Titel bislang keine breite öffentliche Resonanz, wird von den vorhandenen Stimmen aber solide beurteilt. Seit dem Erscheinungsjahr 1974 sind mehr als fünfzig Jahre vergangen, was den Film in eine Zeit gesellschaftlich aufgeladener Kriminalstoffe stellt, die politische Gewalt nicht als Sensation, sondern als Anlass zur Auseinandersetzung mit Nähe und Distanz zwischen Vater und Sohn begreifen. Innerhalb des Kriminaldramas nimmt der Titel damit eine eher introspektive, auf Charakterzeichnung ausgerichtete Position ein.
Bilder








Besetzung & Stab
- Philippe Noiret als Michel Descombes
- Jean Rochefort als Commissioner Guilboud
- Jacques Denis als Antoine, friend of Michel
- Yves Afonso als Inspector Bricard
- Julien Bertheau als Edouard, friend of Michel
- Jacques Hilling als Costes, journalist
- Clotilde Joano als Janine Boitard, journalist
- Andrée Tainsy als Madeleine Fourmet
- William Sabatier als Lawyer
- Cécile Vassort als Martine, workwoman
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Verfügbarkeit
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