Der gekaufte Tod (1980)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Bertrand Tavernier |
|---|---|
| Genre | Drama, Science Fiction |
| Laufzeit | 131 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1980-01-23 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| TMDB-Bewertung | 6,3 (121 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
In einer nahen Zukunft haben Transplantationen und medizinischer Fortschritt die meisten Krankheiten besiegt, sodass der Tod aus dem Alltag der Menschen fast verschwunden ist. Genau diese Seltenheit macht ihn zum Fernsehereignis: Die Show „Death Watch“ begleitet jede Woche einen Todkranken bei seinen letzten Atemzügen und zieht damit ein Massenpublikum an. Katherine Mortenhoe, eine erfolgreiche Schriftstellerin, gehört zu den wenigen, die an einer unheilbaren Krankheit leiden. Als ihr die Produzenten anbieten, ihren Tod öffentlich zu inszenieren, lehnt sie zunächst ab. Doch der Druck von außen wächst, und die Grenze zwischen Privatem und Öffentlichem beginnt sich aufzulösen.
Entstehungsgeschichte
Bertrand Tavernier inszenierte den 1980 entstandenen Film, der Drama und Science-Fiction verbindet. Die Besetzung führen Romy Schneider und Harvey Keitel an, ergänzt durch Harry Dean Stanton und Thérèse Liotard. Der Film ist ab 16 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Die Verbindung von Science-Fiction und Drama verweist hier nicht auf Zukunftstechnik als Selbstzweck, sondern auf eine Gesellschaft, deren Medienlogik den Umgang mit Sterben und Öffentlichkeit neu ordnet. Dass ausgerechnet eine Schriftstellerin zur Hauptfigur wird, verschärft die Frage nach Autorschaft über die eigene Geschichte: Wer erzählt Katherines Ende – sie selbst oder die Kameras der Show? Die Besetzung mit Romy Schneider und Harvey Keitel in den Hauptrollen deutet auf ein Kammerspiel hin, das die große gesellschaftliche Frage über zwei gegensätzliche Figuren verhandelt, während Nebenfiguren wie die von Harry Dean Stanton und Thérèse Liotard das Umfeld aus Produktion und Privatleben abstecken.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,3 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film im soliden Mittelfeld, ohne dass sich daraus eine breite Popularität ablesen ließe. Seit der Entstehung 1980 sind mehr als vier Jahrzehnte vergangen, in denen sich das Verhältnis von Medien, Öffentlichkeit und privatem Leiden vielfach verändert hat – ein Umstand, der den Stoff aus heutiger Sicht als frühe Auseinandersetzung mit einem Thema erscheinen lässt, das später vielfach aufgegriffen wurde. Innerhalb der Schnittmenge von Science-Fiction und Drama steht der Film für einen Ansatz, der weniger auf Spektakel als auf die zwischenmenschliche und mediale Zuspitzung einer Extremsituation setzt.
Bilder






Besetzung & Stab
- Romy Schneider als Katherine Mortenhoe
- Harvey Keitel als Roddy
- Harry Dean Stanton als Vincent Ferriman
- Thérèse Liotard als Tracey
- Max von Sydow als Gerald Mortenhoe
- Caroline Langrishe als Girl in the Bar
- William Russell als Dr. Mason
- Vadim Glowna als Harry Graves
- Eva Maria Meineke als Dr. Klausen
- Bernhard Wicki als Katherine's Dad
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Verfügbarkeit
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