Die Elenden (1958)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Jean-Paul Le Chanois |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 210 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1958-03-12 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 7,2 (126 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ein Mann verlässt 1815 das Zuchthaus von Toulon, nach fast zwei Jahrzehnten Zwangsarbeit für einen gestohlenen Brotlaib und mehrere gescheiterte Fluchtversuche. Als Jean Valjean in Digne ankommt, verschließt sich ihm wegen seiner Vergangenheit jede Tür, bis ihm ein Bischof, Monseigneur Bienvenu Myriel, Obdach gewährt und ihm damit die Möglichkeit eines anderen Lebens eröffnet. Unter neuem Namen macht Valjean sein Glück mit einem Verfahren zur Glasherstellung und setzt sein Vermögen für andere ein, oft zum eigenen Nachteil. Doch Gesetzeshüter wie die Javerts, Vater und Sohn, und Gestalten wie der Gastwirt Thénardier stellen sich ihm entgegen. 1848, während Paris am Rand eines Aufstands steht, muss Valjean sich erneut behaupten, um seiner Überzeugung treu zu bleiben.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1958 unter der Regie von Jean-Paul Le Chanois und ist als Drama angelegt. In den zentralen Rollen sind Jean Gabin, Bernard Blier, Béatrice Altariba und Giani Esposito zu sehen. Die Altersfreigabe liegt bei 12 Jahren.
Hinter den Kulissen
Die Geschichte spannt einen weiten Bogen: von 1815 bis in die politisch aufgeladene Zeit um 1848, von der Erniedrigung im Zuchthaus bis zum gesellschaftlichen Aufstieg unter falschem Namen. Diese zeitliche Weite und der Wechsel der Schauplätze – von der Provinz nach Paris – deuten auf eine Erzählung an, die individuelles Schicksal mit gesellschaftlichen Umwälzungen verknüpft. Die Gegenüberstellung von Figuren wie Bischof Myriel, dem unbeugsamen Ordnungshüter Javert und dem skrupellosen Thénardier zeigt eine Anlage, die moralische Gegensätze deutlich konturiert, statt sie zu verwischen. Dass Valjean seine Wohltaten stets mit persönlichen Opfern bezahlt, verweist auf einen Erzählkern, der Selbstbehauptung und Selbstaufgabe eng nebeneinanderstellt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,2 bei einer noch überschaubaren Stimmenzahl steht der Film solide, aber ohne die breite Resonanz größerer Publikumszahlen da. Zwischen der Entstehung 1958 und heute liegen mehr als sechs Jahrzehnte, was den Film als Zeugnis einer älteren Erzähltradition des Dramas erscheinen lässt, die auf große historische Spannweite und moralische Klarheit setzt, ohne auf modernere Erzähltempi Rücksicht zu nehmen.
Bilder






Besetzung & Stab
- Jean Gabin als Jean Valjean / Champmathieu
- Bernard Blier als Javert father / Javert son
- Béatrice Altariba als Cosette
- Giani Esposito als Marius de Pontmercy
- Bourvil als Thénardier
- Silvia Monfort als Éponine Thénardier
- Danièle Delorme als Fantine
- Elfriede Florin als La Thénardier
- Serge Reggiani als Enjolras
- Fernand Ledoux als Monsignor Bienvenu Myriel
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