Die Entführung (2023)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Iris Kaltenbäck |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 92 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2023-10-11 |
| Einspielergebnis | 334.515 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,7 (102 Stimmen) |
Worum es geht
Lydia wird von ihrem Partner verlassen und stürzt in eine Leere, die sie kaum auszuhalten scheint. Um dem Schmerz zu entkommen, wirft sie sich in ihre Arbeit als Hebamme. Ausgerechnet bei der Geburt des Kindes ihrer besten Freundin Salomé ist sie zur Stelle, und von diesem Moment an verbringt sie auffällig viel Zeit mit dem Säugling. Gegenüber ihrem Bekannten Milos lässt sie eine Behauptung stehen, die weitreichende Folgen hat: Sie gibt vor, das Kind sei seines. Aus dieser Lüge entwickelt sich eine Geschichte, die zeigt, wie weit ein Mensch geht, wenn Trauer und Einsamkeit die eigene Wahrnehmung verschieben.
Entstehungsgeschichte
"Die Entführung" ist ein französisches Drama aus dem Jahr 2023 unter der Regie von Iris Kaltenbäck. In den Hauptrollen sind Hafsia Herzi, Alexis Manenti, Nina Meurisse und Younès Boucif zu sehen.
Hinter den Kulissen
Dass sich der Film ganz auf das Drama beschränkt und keine Genrezutaten wie Thriller-Spannung oder Komik mischt, lenkt den Blick konsequent auf die innere Entwicklung der Hauptfigur. Die Konstellation aus Hebamme, bester Freundin und einer Lüge über die Vaterschaft eines Kindes legt eine Geschichte an, die von Nähe, Vertrauen und dessen Missbrauch handelt. Dass Lydia beruflich Geburten begleitet und privat eine Geburt für ihre eigenen Zwecke umdeutet, verschränkt ihren Beruf eng mit ihrem seelischen Zustand. Die Erzählung setzt auf die Beobachtung einer einzelnen Figur, deren Motive nicht aus Berechnung, sondern aus Verlust entstehen. Das macht den Film zu einem Charakterporträt, das seine Spannung aus der Frage bezieht, wie lange eine solche Täuschung tragbar bleibt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,7 aus einer noch schmalen Bewertungsbasis bewegt sich der Film im soliden Mittelfeld für ein Beziehungsdrama dieser Art. Da erst wenige Jahre seit der Veröffentlichung 2023 vergangen sind, lässt sich noch keine langfristige Einordnung vornehmen. Innerhalb des Dramagenres steht der Film für eine Erzählweise, die auf eine zentrale Darstellerin und eine moralisch verzwickte Ausgangslage setzt, statt auf äußere Handlung. Das dürfte auch erklären, warum die Bewertungszahl bislang begrenzt geblieben ist – es handelt sich um einen Film, der eher leise als plakativ wirkt.
Bilder







Besetzung & Stab
- Hafsia Herzi als Lydia
- Alexis Manenti als Milos
- Nina Meurisse als Salomé
- Younès Boucif als Jonathan
- Ana Blagojević als Ana
- Ariane Pirié als Gloria, la serveuse
- Grégoire Didelot als Philippe
- Mathieu Perotto als Julien
- Radmila Karabatic als Jelena
- Brigitte Froment als Brigitte Froment
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Verfügbarkeit
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