Die Liebe einer Blondine (1965)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Miloš Forman |
|---|---|
| Genre | Komödie, Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 83 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1965-11-12 |
| TMDB-Bewertung | 7 (199 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
In einer kleinen Fabrikstadt lebt eine junge blonde Arbeiterin, die von der grossen Liebe träumt. Als eine Tanzkapelle in der Gegend spielt, lernt sie einen Pianisten kennen, mit dem sie eine Nacht verbringt. Was für ihn ein flüchtiges Abenteuer bleibt, wird für sie zum Anlass, alles auf eine Karte zu setzen: Sie reist ihm unangemeldet nach Prag nach und steht plötzlich vor der Tür seiner Eltern. Die Situation eskaliert leise, aber unaufhaltsam. Der junge Mann fühlt sich in eine Ecke gedrängt, sie erlebt seine Zurückhaltung als Zurückweisung, und die Eltern, die beide Seiten der Geschichte nacheinander zu hören bekommen, wissen am Ende selbst nicht mehr, wie sie die Lage einschätzen sollen.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1965 unter der Regie von Miloš Forman. In den Hauptrollen sind Hana Brejchová und Vladimír Pucholt zu sehen, an ihrer Seite stehen Vladimír Menšík und Ivan Kheil. Es handelt sich um einen Spielfilm, der Komödie, Drama und Liebesfilm miteinander verbindet.
Hinter den Kulissen
Die Mischung aus Komödie und Drama zeigt sich schon in der Anlage der Geschichte: Eine Situation, die als romantisches Missverständnis beginnt, kippt in Momente der Peinlichkeit und stillen Verzweiflung um, ohne dass eine Seite eindeutig lächerlich gemacht wird. Dass die Handlung sich fast vollständig auf ein einziges nächtliches Zusammentreffen der Familien konzentriert, macht deutlich, wie sehr der Film auf zwischenmenschliche Beobachtung statt auf äussere Handlung setzt. Die junge Frau, der Pianist und die überforderten Eltern bilden ein kleines Ensemble, in dem jede Figur ihre eigene, nicht ganz vereinbare Sicht auf dieselben Ereignisse mitbringt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,0 bei einer eher schmalen Zahl abgegebener Stimmen zeigt sich, dass der Film bis heute ein vergleichsweise kleines, aber konstant zustimmendes Publikum findet. Seit der Entstehung 1965 sind inzwischen sechzig Jahre vergangen, was den Film in eine Zeit stellt, in der Liebesgeschichten im Kino noch häufig mit deutlich zurückhaltenderer Erzählweise auskamen. Innerhalb der Kombination aus Komödie, Drama und Liebesfilm sticht er dadurch hervor, dass er auf grosse Gesten verzichtet und stattdessen die Verlegenheit und Sprachlosigkeit seiner Figuren in den Mittelpunkt rückt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Hana Brejchová als Andula
- Vladimír Pucholt als Milda
- Vladimír Menšík als Vacovský
- Ivan Kheil als Maňas
- Jiří Hrubý als Burda
- Milada Ježková als Milda's Mother
- Josef Šebánek als Milda's Father
- Josef Kolb als Pokorný
- Marie Salačová als Marie
- Jana Nováková als Jana
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Verfügbarkeit
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