Die Mädchen der Ginza (1960)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Naruse Mikio |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 111 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1960-01-15 |
| TMDB-Bewertung | 8 (131 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Keiko ist Witwe und arbeitet als Hostess in einer Bar im Ginza-Viertel. Als alleinstehende Frau spürt sie, wie ihr die Zeit davonläuft: Für eine Heirat kommt in ihrem Umfeld kaum ein Mann infrage, und mit zunehmendem Alter droht sie aus dem traditionellen Rollenbild zu fallen, das an sie herangetragen wird. Auch beruflich steckt sie fest. Sie hält an moralischen Prinzipien fest, was ihr den Respekt der Kolleginnen einbringt, ihr aber weder einen Mann noch das Geld für eine eigene Bar verschafft. Jeden Tag steigt sie dieselbe Treppe zu ihrem Arbeitsplatz hinauf – ein Weg, der zum Sinnbild ihres Lebens wird, das sich im Kreis zu drehen scheint. Als einer ihrer Kunden ihr unerwartet einen Heiratsantrag macht, scheint sich eine andere Zukunft anzudeuten.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1960 unter der Regie von Naruse Mikio. In den Hauptrollen sind Hideko Takamine, Masayuki Mori, 団令子 und Tatsuya Nakadai zu sehen. Es handelt sich um ein Drama.
Hinter den Kulissen
Die Geschichte konzentriert sich ganz auf die Perspektive einer einzelnen Frau, deren Alltag zwischen wirtschaftlicher Abhängigkeit und persönlicher Integrität aufgespannt ist. Dass ausgerechnet die Treppe zur Bar als wiederkehrendes Bild dient, verweist auf die zähe, sich wiederholende Natur von Keikos Situation: Fortschritt und Stillstand liegen hier nah beieinander. Die Reduktion auf das Drama als einziges Genre lässt wenig Raum für Ablenkung durch äußere Handlung – die Spannung entsteht aus der inneren Lage der Figur, aus gesellschaftlichem Druck und begrenzten Möglichkeiten, nicht aus äußeren Ereignissen. Die Besetzung mit bekannten Namen des japanischen Kinos jener Zeit lässt auf ein Ensemble schließen, das tragende und ambivalente Beziehungen glaubhaft trägt, ohne dass der Ausgang der Geschichte vorweggenommen werden muss.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 8,0 bei einer noch überschaubaren Zahl an abgegebenen Stimmen zählt der Titel zu den hoch eingeschätzten Werken seines Genres, auch wenn die Basis für ein endgültiges Urteil schmal bleibt. Seit der Entstehung 1960 sind mittlerweile 65 Jahre vergangen, der Film gehört damit zu den älteren Beiträgen im Bereich des Dramas, die sich mit der Stellung von Frauen in engen gesellschaftlichen Strukturen auseinandersetzen. Die Kombination aus persönlicher Zuspitzung und gesellschaftlichem Rahmen macht ihn zu einem eher stillen, figurenzentrierten Werk innerhalb seines Genres.
Bilder








Besetzung & Stab
- Hideko Takamine als Keiko Yashiro
- Masayuki Mori als Nobuhiko Fujisaki
- Reiko Dan als Junko Inchihashi
- Tatsuya Nakadai als Kenichi Komatsu
- Daisuke Katō als Matsukichi Sekine
- Ganjirō Nakamura II als Goda
- Eitarō Ozawa als Minobe
- Keiko Awaji als Yuri
- Chieko Nakakita als Tomoko
- Jun Tatara als Goldfish
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Verfügbarkeit
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