Die Mama und die Hure (1973)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Jean Eustache |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 215 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1973-05-01 |
| TMDB-Bewertung | 7,3 (204 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ein junger Mann ohne festen Halt zieht durch die Cafés von Paris, lebt bei einer Frau, die ihn versorgt und liebt, und beginnt gleichzeitig eine Beziehung zu einer zweiten. Zwischen den beiden Frauen entfaltet sich eine Dreierkonstellation, die weniger durch Handlung als durch Gespräche vorangetrieben wird: endlose, offene, manchmal verletzende Dialoge über Verlangen, Eifersucht und die eigene Unfähigkeit, sich zu binden. Die Geschichte spielt im Nachklang der gesellschaftlichen Umbrüche von 1968 und zeigt drei Figuren, die die neu gewonnene Freiheit in Sprache und Gefühl auszuloten versuchen, ohne dabei zueinander zu finden.
Entstehungsgeschichte
Der französische Spielfilm entstand 1973 unter der Regie von Jean Eustache. In den Hauptrollen sind Jean-Pierre Léaud, Bernadette Lafont, Françoise Lebrun und Isabelle Weingarten zu sehen. Der Film ist als Drama mit Liebesgeschichte angelegt und bewegt sich in einem Milieu aus Pariser Wohnungen und Cafés, das die Grundlage für die Auseinandersetzung der drei zentralen Figuren bildet.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Drama und Liebesfilm täuscht über die eigentliche Form hinweg: Statt klassischer romantischer Entwicklung steht hier das Reden selbst im Zentrum, lange Wortwechsel, die Nähe und Distanz zugleich erzeugen. Die Anlage der Geschichte um einen Mann und zwei Frauen erlaubt es, Zuneigung, Abhängigkeit und Grausamkeit aus mehreren Perspektiven zu spiegeln, ohne dass eine Figur eindeutig Recht bekommt. Diese Offenheit, gepaart mit der zeitlichen Nähe zu 1968, macht aus dem Kammerspiel eine Auseinandersetzung mit den Grenzen persönlicher Freiheit, die sich in Sprache statt in äußerer Handlung entlädt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,3 bei einem Publikum im niedrigen dreistelligen Bereich zählt der Film zu den eher selten bewerteten, aber konstant positiv wahrgenommenen Werken seines Genres. Der Abstand zur Entstehungszeit ist inzwischen beträchtlich, doch die Themen Sprache, Begehren und Beziehungsungleichgewicht wirken in ihrer direkten Erzählweise weiterhin unbequem. Im Feld des französischen Beziehungsdramas nimmt der Titel eine Position ein, die sich bewusst gegen glatte Auflösung und eindeutige Sympathieverteilung stellt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Bernadette Lafont als Marie
- Jean-Pierre Léaud als Alexandre
- Françoise Lebrun als Veronika
- Isabelle Weingarten als Gilberte
- Jacques Renard als Alexandre's Friend
- Jean-Noël Picq als Offenbach's Fan
- Berthe Granval als Marie's Friend
- Geneviève Mnich als Veronika's Friend
- Jessa Darrieux als The friend with the injured hand
- Marinka Matuszewski
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Verfügbarkeit
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