Die Milchstraße (1969)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Luis Buñuel |
|---|---|
| Genre | Komödie, Drama |
| Laufzeit | 101 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1969-02-28 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (192 Stimmen) |
Worum es geht
Zwei Landstreicher, gespielt von Paul Frankeur und Laurent Terzieff, machen sich zu Fuß von Frankreich aus auf den Weg nach Santiago de Compostela in Spanien. Ein rätselhafter Mann in Umhang und Hut schickt sie auf diese Pilgerreise. Der Weg selbst wird zur Nebensache: Immer wieder geraten die beiden in Begegnungen, Erzählungen, Rückblenden und Erscheinungen, die sie quer durch zwanzig Jahrhunderte christlicher Geschichte führen. Lehrstreitigkeiten, Häresien, Verwünschungen und Wunder reihen sich aneinander, ohne dass die Reise selbst viel Fortschritt macht. Der eigentliche Weg ist ein Vorwand, um durch Zeit und Dogma zu wandern.
Entstehungsgeschichte
„Die Milchstraße“ entstand 1969 unter der Regie von Luis Buñuel. Neben Paul Frankeur und Laurent Terzieff sind Alain Cuny und Édith Scob besetzt. Der Film ist ab 12 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Komödie und Drama passt zu einem Film, der sich thematisch an kirchengeschichtlichen Streitfragen abarbeitet, ohne dabei predigend zu werden. Die Anlage als Pilgerreise mit zwei mittellosen Hauptfiguren erlaubt es, immer neue Stationen, Figuren und Episoden aneinanderzureihen, ohne einer stringenten Handlung folgen zu müssen. Diese episodische Form ist typisch für Geschichten, die weniger ein Ziel erreichen als einen Gedankenraum durchqueren wollen. Dass Wunder, Dogmenstreit und Alltagsbegegnungen gleichrangig behandelt werden, deutet auf einen Blick, der religiöse Gewissheiten eher befragt als bestätigt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,1 bei einer noch überschaubaren Stimmenbasis bewegt sich der Film in einem soliden, aber nicht überwältigend breit bestätigten Bereich. Seit der Entstehung 1969 sind mittlerweile deutlich über fünfzig Jahre vergangen, was den Film klar in eine frühere Phase des europäischen Autorenkinos einordnet. Innerhalb der Kombination aus Komödie und Drama nimmt er eine Sonderstellung ein, da er beide Register nutzt, um sich mit einem historisch und theologisch aufgeladenen Stoff auseinanderzusetzen, statt auf klassische Konfliktdramaturgie zu setzen.
Bilder





Besetzung & Stab
- Paul Frankeur als Pierre
- Laurent Terzieff als Jean
- Alain Cuny als Man with cape
- Édith Scob als Virgin Mary
- Bernard Verley als Jesus
- François Maistre als French Priest
- Claude Cerval als Brigadier
- Muni als Mother Superior
- Julien Bertheau als Richard
- Ellen Bahl als Madame Garnier
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Verfügbarkeit
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