Die Nacht ist jung (1986)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Leos Carax |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm, Krimi |
| Laufzeit | 125 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1986-11-26 |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (290 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Paris wird von einer ungewöhnlichen Seuche heimgesucht: Wer Sex ohne Liebe hat, infiziert sich mit einem Virus. Alex gehört zu den Betroffenen und will sein Leben ändern. Er trennt sich von seiner Freundin Lise und schließt sich zwei älteren Kriminellen an, Marc und Hans. Zu dritt planen sie den Diebstahl eines Serums aus einem Hightech-Labor, das als Gegenmittel gilt. Während der Vorbereitungen verliebt sich Alex in Anna, Marcs Freundin. Sie lässt sich zwar von seiner Zuneigung schmeicheln, denkt aber nicht daran, Marc zu verlassen. Innerhalb der Gruppe wachsen die Spannungen, und als der Raub schließlich stattfindet, wird zunehmend unklar, wem welche Motive und welche Loyalitäten wirklich gehören.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1986 unter der Regie von Leos Carax. Zur Besetzung zählen Juliette Binoche, Denis Lavant, Michel Piccoli und Hans Meyer. Es handelt sich um einen Spielfilm, der Drama, Liebesgeschichte und Krimi miteinander verbindet.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Seuchen-Motiv, Gaunerplot und Liebesdreieck verbindet sehr unterschiedliche Erzähltraditionen: die Bedrohung durch eine Krankheit, die an körperliche Nähe geknüpft ist, den klassischen Heist-Plot mit einer Gruppe von Kriminellen und eine Amour-fou-Konstellation, die quer zu den Interessen der Bande verläuft. Dass ausgerechnet der Held, der sich von einer Beziehung ohne echte Liebe lösen will, sich sofort wieder in eine aussichtslose Liebe verstrickt, erzeugt eine Spannung zwischen Anspruch und Verhalten der Figuren. Die Krimihandlung um den Raub des Serums dient dabei weniger der reinen Spannungssuche als einem Rahmen, in dem Vertrauen, Verrat und Zugehörigkeit verhandelt werden, ohne dass am Ende klar ist, wer wirklich auf wessen Seite steht.
Einordnung & Wirkung
Bei einer Bewertung von 7,1 auf Basis von 290 Stimmen zeigt sich ein insgesamt positives, aber zahlenmäßig noch überschaubares Echo. Seit der Entstehung des Films sind inzwischen fast vier Jahrzehnte vergangen, was ihn deutlich von aktuellen Genrebeiträgen abhebt. Innerhalb der Schnittmenge aus Drama, Liebesfilm und Krimi nimmt er mit seinem Seuchen-Motiv und der ungewöhnlichen Verknüpfung von Zärtlichkeit und Kriminalität eine eigenständige Position ein.
Bilder








Besetzung & Stab
- Juliette Binoche als Anna
- Denis Lavant als Alex
- Michel Piccoli als Marc
- Hans Meyer als Hans
- Julie Delpy als Lise
- Carroll Brooks als The American
- Hugo Pratt als Boris
- Mireille Perrier als Young Mother
- Serge Reggiani als Charlie
- Jérôme Zucca als Thomas
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Verfügbarkeit
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