Die Russen kommen! Die Russen kommen! (1966)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Norman Jewison |
|---|---|
| Genre | Komödie, Kriegsfilm |
| Laufzeit | 125 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1966-05-25 |
| Altersfreigabe | FSK 6 |
| Budget | 3.900.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,5 (139 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ein sowjetisches U-Boot nähert sich während des Kalten Krieges der Küste von New England, offenbar aus reiner Neugier, und läuft dabei vor Gloucester Island in Massachusetts auf Grund. Eine neunköpfige Mannschaft unter Leutnant Rozanov geht an Land, um ein Motorboot zu finden, mit dem sich das U-Boot wieder flottmachen lässt. Ihr erster Halt: das Sommerhaus des New Yorker Schriftstellers Walt Whittaker, der mit seiner Familie das Wochenende in Gloucester verbringt. Als Whittaker erkennt, dass die Männer Russen sind, hält er die Begegnung für den Auftakt einer Invasion. Die Nachricht verbreitet sich rasant, und die Kleinstadt gerät in einen Zustand von Hysterie und Paranoia, der die harmlose Notlage der Sowjets in eine Situation verwandelt, die kaum kontrollierbar erscheint.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1966 unter der Regie von Norman Jewison. Zur Besetzung gehören Carl Reiner, Eva Marie Saint, Alan Arkin und Brian Keith. Die Altersfreigabe liegt bei 6 Jahren.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Komödie und Kriegsfilm macht deutlich, wie hier ein politisch aufgeladenes Thema komödiantisch verarbeitet wird: Statt militärischer Konfrontation steht die überzogene Reaktion einer verängstigten Kleinstadtbevölkerung im Zentrum. Die Konstellation aus gestrandeten Fremden und einer Gemeinschaft, die aus Angst zur Panik neigt, erlaubt es, die Absurdität der Kalten-Kriegs-Stimmung vorzuführen, ohne dass tatsächliche Waffengewalt nötig wäre. Dass ein einzelnes technisches Missgeschick – ein auf Grund gelaufenes U-Boot – ausreicht, um eine ganze Stadt an den Rand eines gedachten Weltkriegs zu treiben, verweist auf die Zerbrechlichkeit der damaligen Situation zwischen den Blöcken. Die Besetzung mit Schauspielern wie Alan Arkin in einer sowjetischen Rolle und Carl Reiner als Teil der amerikanischen Kleinstadtgesellschaft deutet auf einen bewusst gegenübergestellten Figurenaufbau hin.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,5 von 10 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film im soliden, aber nicht herausragenden Mittelfeld. Seit seiner Entstehung sind inzwischen deutlich mehr als fünfzig Jahre vergangen, wodurch der Film heute vor allem als zeithistorisches Dokument einer Ära gelesen werden kann, in der die Angst vor sowjetischer Bedrohung Alltag war. Innerhalb der Kriegsfilm-Komödien nimmt er mit seinem Fokus auf zivile Hysterie statt militärischer Handlung eine eigene Position ein.
Bilder








Besetzung & Stab
- Carl Reiner als Walt Whittaker
- Eva Marie Saint als Elspeth Whittaker
- Alan Arkin als Lt. Rozanov
- Brian Keith als Police Chief Link Mattocks
- Paul Ford als Fendall Hawkins
- Theodore Bikel als The Russian captain
- Jonathan Winters als Norman Jones
- Tessie O'Shea als Alice Foss
- John Phillip Law als Alexei Kolchin
- Ben Blue als Luther Grilk
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Verfügbarkeit
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