Die Sonne, die uns täuscht (1994)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Nikita Michalkow |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 152 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1994-05-01 |
| Budget | 2.800.000 $ |
| Einspielergebnis | 2.616.503 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,9 (210 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Mitte der dreißiger Jahre, kurz bevor Stalins große Säuberungen über das Land hereinbrechen und Millionen Menschen als „Volksfeinde“ verfolgt werden, herrscht auf einer Datscha auf dem Land noch scheinbare Idylle. Oberst Sergei Kotow, ein Held der bolschewistischen Revolution, verbringt dort mit seiner jungen Frau Maroussia, der gemeinsamen sechsjährigen Tochter Nadia sowie zahlreichen Verwandten und Freunden einen langen, sonnigen Sommer. Die Ruhe dieses ländlichen Lebens steht in deutlichem Kontrast zu dem politischen Klima, das sich im Hintergrund zusammenbraut, ohne dass die Figuren zu diesem Zeitpunkt dessen volle Tragweite erahnen.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1994 unter der Regie von Nikita Michalkow, der auch die Rolle des Sergei Kotow übernahm. An seiner Seite stehen Ingeborga Dapkūnaitė als Maroussia und Надежда Михалкова als Tochter Nadia. Es handelt sich um ein Drama.
Hinter den Kulissen
Die Konstellation, dass Regisseur und Hauptdarsteller in einer Person zusammenfallen und die eigene Tochter die Rolle der Filmtochter übernimmt, verleiht der familiären Ebene der Handlung eine persönliche Note. Die Ansiedlung der Geschichte in einer scheinbar unpolitischen Sommerfrische, kurz bevor die stalinistischen Säuberungen einsetzen, erzeugt eine erzählerische Spannung zwischen privatem Glück und historischer Bedrohung. Das Drama lebt von diesem Gegensatz zwischen der Wärme des Alltags und dem Wissen um die heraufziehende Repression, ohne dass laute dramatische Mittel nötig wären, um die Bedrohung spürbar zu machen.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,9 bei einer eher schmalen Stimmenbasis zählt der Titel nicht zu den breit diskutierten Werken auf der Plattform, wird aber überwiegend positiv bewertet. Seit der Entstehung 1994 sind mehr als drei Jahrzehnte vergangen, in denen sich der Film als Beitrag zum Drama-Genre behauptet, das sich mit der sowjetischen Geschichte der Stalin-Ära auseinandersetzt. Innerhalb dieses thematischen Feldes steht er für einen Zugang, der historische Gewalt nicht direkt zeigt, sondern über die Zerbrechlichkeit eines privaten Glücks andeutet.
Bilder



Besetzung & Stab
- Oleg Menshikov als Dmitry
- Nikita Mikhalkov als Sergey
- Ingeborga Dapkūnaitė als Marusya
- Nadezhda Mikhalkova als Nadya
- Vyacheslav Tikhonov als Vsevolod Konstantinovich
- Svetlana Kryuchkova als Mokhova
- Vladimir Ilin als Kirik
- Alla Kazanskaya als Lidia Stepanovna
- Nina Arkhipova als Elena Mikhailovna
- Avangard Leontyev als chauffeur
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Verfügbarkeit
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