Die Sprache des Herzens (2014)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Jean-Pierre Améris |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 95 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2014-08-10 |
| Altersfreigabe | FSK 6 |
| Einspielergebnis | 1.173.514 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,5 (100 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Frankreich im Jahr 1895: Die vierzehnjährige Marie wurde taub und stumm geboren und lebt seit ihrer Kindheit ohne jede Möglichkeit, sich verständlich zu machen. Ihre Eltern, einfache Bauern, sind mit dem Verhalten ihrer Tochter überfordert, ein Arzt hält sie für schlicht dumm und rät zur Einweisung in eine Anstalt. Der Vater kann sich davon nicht überwinden und bringt Marie stattdessen ins Kloster Larnay, wo bereits andere taube Mädchen leben. Ihr wildes, unangepasstes Auftreten schockiert zunächst die Oberin. Erst die junge Nonne Marguerite sieht in Marie mehr als ein unkontrollierbares Kind und beginnt, ihr über die verbliebenen Sinne eine Zeichensprache nahezubringen – ein Prozess, der sich über Monate zieht und immer wieder an Grenzen stößt.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 2014 unter der Regie von Jean-Pierre Améris. In den Hauptrollen sind Isabelle Carré, Ariana Rivoire, Brigitte Catillon und Laure Duthilleul zu sehen. Die Altersfreigabe liegt bei 6 Jahren.
Hinter den Kulissen
Als reines Drama verzichtet der Film auf Genrezusätze wie Komödie oder Actionelemente und konzentriert sich ganz auf die Beziehung zwischen Marie und Marguerite. Die Ansiedlung im Jahr 1895 und im klösterlichen Umfeld setzt die Geschichte in einen Rahmen, in dem Kommunikation über Behinderung hinweg nicht selbstverständlich war, sondern erst mühsam erarbeitet werden musste. Dass die Handlung explizit von "Monaten frustrierender Arbeit" spricht, deutet darauf hin, dass der Film weniger auf schnelle Durchbrüche setzt als auf einen langsamen, geduldigen Prozess. Die Besetzung mit mehreren weiblichen Hauptrollen – Marie, Marguerite, die Oberin – rückt die Geschichte in den Bereich zwischenmenschlicher, insbesondere weiblich geprägter Fürsorge- und Erziehungsbeziehungen, ohne dass männliche Figuren jenseits des Vaters und des Arztes eine tragende Rolle einnehmen.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,5 bei einer bislang eher schmalen Bewertungsbasis lässt sich noch kein endgültiges Bild zeichnen, doch der Wert liegt deutlich im positiven Bereich. Seit der Veröffentlichung 2014 sind mittlerweile mehr als zehn Jahre vergangen, was den Film innerhalb des Dramagenres zu einem Werk macht, das sich mit der Darstellung von Taubheit und Sprachlosigkeit in einem historischen Setting auseinandersetzt, ohne dabei auf gängige Genrekonventionen wie Spannungsdramaturgie oder große äußere Konflikte zurückzugreifen. Innerhalb des Dramas um Behinderung und Kommunikation nimmt er damit eine ruhige, auf innere Entwicklung ausgerichtete Position ein.
Bilder




Besetzung & Stab
- Isabelle Carré als Sister Marguerite
- Ariana Rivoire als Marie
- Brigitte Catillon als Mother Superior
- Laure Duthilleul als Madame Heurtin
- Martine Gautier als Sister Véronique
- Sonia Laroze als Sister Elisabeth
- Patricia Legrand als Sister Joseph
- Christophe Tourrette als The Priest of Mazière
- Gilles Treton als Monsieur Heurtin
- Noémie Bianco als Soeur Anne
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Verfügbarkeit
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