Die üblichen Verdächtigen (1995)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Bryan Singer |
|---|---|
| Genre | Drama, Krimi, Thriller |
| Laufzeit | 106 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1995-07-19 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 6.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 23.300.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 8,2 (11.749 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Nach einer Explosion auf einem Schiff im Hafen von Los Angeles gibt es siebenundzwanzig Tote und zwei Überlebende. Einer davon ist Roger "Verbal" Kint, ein gehbehinderter Kleinbetrüger, der gegen Immunität aussagt.
Er erzählt, wie sechs Wochen zuvor fünf Kriminelle bei einer Gegenüberstellung zusammengeführt wurden, gemeinsam einen Coup durchzogen und anschließend von einem Anwalt kontaktiert wurden, der für einen gewissen Keyser Söze arbeitet — eine Gestalt, von der niemand weiß, ob es sie gibt. Der Film besteht fast vollständig aus dieser Vernehmung, und alles, was das Publikum sieht, ist Kints Version.
Entstehungsgeschichte
Christopher McQuarrie schrieb das Drehbuch; der Titel stammt aus einer Zeile in "Casablanca". Bryan Singer und McQuarrie waren Schulfreunde und hatten zuvor gemeinsam einen kaum beachteten Film gedreht.
Das Budget lag bei rund sechs Millionen Dollar. Die Finanzierung kam auf dem Filmmarkt in Cannes zustande, wo das Plakat mit den fünf Darstellern verkauft wurde, bevor der Film existierte. Gedreht wurde in fünfunddreißig Tagen.
Hinter den Kulissen
Die Gegenüberstellungsszene sollte ernst gespielt werden, geriet aber außer Kontrolle: Die Darsteller mussten die Aufnahme mehrfach wiederholen, weil sie lachten. Singer behielt die Fassung mit dem Lachen, weil sie die Gruppendynamik besser trug.
Bis zum Ende der Dreharbeiten wusste ein Teil des Ensembles nicht, wer Keyser Söze ist; mehrere Darsteller waren überzeugt, es sei ihre eigene Figur. Kevin Spacey bereitete die Schlusssequenz mit einem Physiotherapeuten vor. Die Pinnwand im Büro des Ermittlers, von der Kint während der Vernehmung Details abliest, wurde bewusst so ausgestattet, dass sie bei genauem Hinsehen alles enthält, was er erzählt.
Einordnung & Wirkung
Der Film spielte weltweit rund 34 Millionen Dollar ein und gewann zwei Oscars: Christopher McQuarrie für das Originaldrehbuch und Kevin Spacey als bester Nebendarsteller.
Er gilt als eines der prägenden Beispiele für den unzuverlässigen Erzähler im Kino und stand am Anfang einer Welle von Filmen mit Schlusswendung, die die späten 1990er bestimmte. Seine Rezeption hat sich verschoben, seit die Missbrauchsvorwürfe gegen Kevin Spacey und gegen Bryan Singer öffentlich wurden — der Film wird seither erheblich seltener besprochen, ohne dass seine Konstruktion dadurch weniger elegant geworden wäre.
Bilder








Besetzung & Stab
- Stephen Baldwin als McManus
- Gabriel Byrne als Keaton
- Benicio del Toro als Fenster
- Kevin Pollak als Hockney
- Kevin Spacey als Verbal
- Chazz Palminteri als Dave Kujan
- Pete Postlethwaite als Kobayashi
- Suzy Amis als Edie Finneran
- Giancarlo Esposito als Jack Baer
- Dan Hedaya als Jeff Rabin
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Verfügbarkeit
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