Ehekrieg (1949)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | George Cukor |
|---|---|
| Genre | Komödie, Liebesfilm |
| Laufzeit | 101 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1949-11-17 |
| Budget | 1.728.000 $ |
| Einspielergebnis | 9.470.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (346 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Doris Attinger hat genug von den Seitensprüngen ihres Mannes. Sie kauft sich eine Pistole, folgt ihm bis zur Wohnung seiner Geliebten und schießt auf ihn. Nur weil sie mit Waffen keine Erfahrung hat, überlebt der Untreue und kommt mit Verletzungen davon.
Der Fall landet vor Gericht, und die Anklage übernimmt der stellvertretende Bezirksstaatsanwalt Bonner. Seine Ehefrau Amanda, ebenfalls Juristin und eine entschiedene Verfechterin der Frauenrechte, übernimmt ausgerechnet die Verteidigung von Doris Attinger, obwohl deren Lage nahezu aussichtslos scheint. Damit stehen sich die Eheleute im Gerichtssaal als Gegner gegenüber. Bonner ist darüber alles andere als erfreut, denn er kennt die Entschlossenheit seiner Frau und fürchtet, dass der Streit vor Gericht das häusliche Glück erschüttern wird. Amanda dagegen scheint es zu genießen, ihren Mann herauszufordern, der wie die meisten Männer seiner Zeit Frauen die errungene Gleichberechtigung in der Praxis nicht wirklich zugesteht.
Entstehungsgeschichte
George Cukor führte 1949 Regie bei dieser Komödie, deren englischer Titel „Adam's Rib“ lautet. Spencer Tracy und Katharine Hepburn stehen an der Spitze der Besetzung, dazu kommen Judy Holliday und Tom Ewell.
Hinter den Kulissen
Komödie und Liebesfilm treffen hier auf eine Gerichtsgeschichte. Die romantische Ebene liegt in der Ehe der Bonners, die komödiantische in dem Umstand, dass zwei Liebende beruflich zu Kontrahenten werden. Jeder Schlagabtausch im Gerichtssaal ist so zugleich ein Streit zwischen Mann und Frau.
Der Fall selbst ist dabei mehr als ein Anlass. Die Frage, ob eine betrogene Frau anders beurteilt wird als ein betrogener Mann, zieht sich als Thema durch die Geschichte und spiegelt sich im Privatleben des Paares. Die Gleichberechtigung wird so auf zwei Bühnen verhandelt, im Gerichtssaal und am eigenen Küchentisch. Neben dem Ehepaar Bonner bildet auch die Ehe der Attingers einen Gegenpol, sodass sich zwei sehr verschiedene Partnerschaften gegenüberstehen.
Einordnung & Wirkung
Die Durchschnittsbewertung liegt bei 7,1 von 10, getragen von einigen hundert Stimmen. Das weist auf eine deutlich positive Aufnahme hin, bei noch schmaler Grundlage. 77 Jahre nach dem Erscheinen gehört der Film zu den Komödien, die das Verhältnis der Geschlechter über den Wettstreit eines Ehepaars verhandeln.
Bilder








Besetzung & Stab
- Spencer Tracy als Adam Bonner
- Katharine Hepburn als Amanda Bonner
- Judy Holliday als Doris Attinger
- Tom Ewell als Warren Attinger
- David Wayne als Kip Lurie
- Jean Hagen als Beryl Caighn
- Hope Emerson als Olympia La Pere
- Eve March als Grace
- Clarence Kolb als Judge Reiser
- Emerson Treacy als Jules Frikke
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