Ein Mann wird gejagt (1966)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Arthur Penn |
|---|---|
| Genre | Krimi, Drama |
| Laufzeit | 127 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1966-02-18 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Einspielergebnis | 2.300.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (336 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
In einer texanischen Kleinstadt hat Sheriff Calder keinen leichten Stand. Die meisten Bürger halten ihn für eine Marionette des Ölmagnaten Rogers. Als der örtliche Bösewicht Bubba Reeves aus dem Gefängnis ausbricht, gerät das Gefüge der Gemeinde ins Wanken.
Unruhig wird nicht nur Rogers' Sohn, der ein Verhältnis mit der Frau des Ausbrechers hat. Eine ganze Reihe von Bürgern fürchtet Reeves, und manche von ihnen würden den jungen Mann lieber tot als lebendig sehen. Calder aber hat sich genau das Gegenteil vorgenommen: Er will Reeves schützen. Damit stellt er sich gegen einen aufgebrachten Lynchmob und riskiert zugleich die offene Konfrontation mit dem Ölmagnaten Rogers.
Entstehungsgeschichte
Regie bei diesem Krimidrama von 1966 führte Arthur Penn. Die Besetzung vereint Marlon Brando, Jane Fonda, Robert Redford und E.G. Marshall. Der englische Titel lautet „The Chase“. Mit einer Freigabe ab 16 Jahren bleibt der Film einem älteren Publikum vorbehalten.
Hinter den Kulissen
Krimi und Drama sind hier so verbunden, dass die Verfolgung eines Ausbrechers zum Anlass wird, eine ganze Gemeinschaft zu durchleuchten. Der Krimi liefert den äußeren Anlass, das Drama die eigentliche Substanz: Angst, Schuld, heimliche Beziehungen und wirtschaftliche Abhängigkeit prägen das Verhalten der Figuren.
Besonders auffällig ist die Rolle des Sheriffs. Ihm wird unterstellt, im Dienst eines reichen Mannes zu stehen, und ausgerechnet er stellt sich schützend vor einen Gesuchten. Die Geschichte fragt damit nach Recht und Selbstjustiz, nach der Macht des Geldes in einer kleinen Stadt und nach dem Mut, sich gegen eine aufgewühlte Mehrheit zu stellen.
Die Kleinstadt wirkt wie ein geschlossener Raum, in dem jeder jeden kennt und persönliche Verstrickungen öffentliche Folgen haben. Das Motiv des Lynchmobs zeigt, wie schnell Furcht in Gewalt umschlagen kann.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,1 von 10 erreicht der Film eine deutlich positive Durchschnittsbewertung, gestützt auf einige hundert Stimmen.
Seit seinem Erscheinen sind 60 Jahre vergangen. Dass die Bewertung trotz dieses Abstands so gut ausfällt, spricht dafür, dass die Themen des Films, von Selbstjustiz bis Machtmissbrauch, weiterhin anschlussfähig sind. Im Krimigenre steht er für eine Erzählweise, die das Verbrechen vor allem als Spiegel der Gesellschaft nutzt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Marlon Brando als Sheriff Calder
- Jane Fonda als Anna Reeves
- Robert Redford als Charlie 'Bubber' Reeves
- E.G. Marshall als Val Rogers
- Angie Dickinson als Ruby Calder
- Janice Rule als Emily Stewart
- Miriam Hopkins als Mrs. Reeves
- Martha Hyer als Mary Fuller
- Robert Duvall als Edwin Stewart
- Richard Bradford als Damon Fuller
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Verfügbarkeit
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