Ein Mann zu jeder Jahreszeit (1966)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Fred Zinnemann |
|---|---|
| Genre | Drama, Historie |
| Laufzeit | 120 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1966-12-13 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 3.900.000 $ |
| Einspielergebnis | 28.350.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,3 (515 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Heinrich VIII. will sich von seiner Frau Katharina von Aragón scheiden lassen – der Tochter der Katholischen Könige und Tante Kaiser Karls V. – und Anne Boleyn heiraten. Dafür braucht er die Unterstützung von Adel und Klerus. Der König, der von 1509 bis 1547 regiert, hat keine Scheu, das Recht seinen Bedürfnissen anzupassen.
Sir Thomas Morus, großer Humanist, Verfasser der „Utopia“ von 1516, überzeugter Katholik und Vertrauter des Monarchen, gerät an einen Scheideweg. Folgt er seinem Gewissen, riskiert er, als Verräter gebrandmarkt und hingerichtet zu werden. Gibt er dem König nach, verrät er seine Überzeugung. Der Film erzählt, wie ein Mann in dieser Lage entscheidet – und was ihn diese Entscheidung kostet.
Entstehungsgeschichte
Fred Zinnemann inszenierte das Drama, das 1966 erschienen ist. Paul Scofield führt die Besetzung an, neben ihm sind Wendy Hiller, Leo McKern und Robert Shaw zu sehen. Ab 12 Jahren freigegeben, richtet sich der Film an ein Publikum, das einem politisch-theologischen Konflikt folgen kann.
Hinter den Kulissen
Der Film verbindet Drama und Historie. Die Anlage ist die eines Gewissensdramas: Nicht die Ereignisse treiben die Geschichte, sondern die Frage, ob ein einzelner Mensch an seinen Grundsätzen festhält, wenn der Preis dafür sein Leben ist. Der Konflikt zwischen Königsmacht und Glauben wird nicht als Schlacht, sondern als Ringen um Worte, Eide und Loyalitäten ausgetragen.
Bemerkenswert ist, dass die Hauptfigur als Humanist und Autor eingeführt wird, nicht als Politiker. Das rückt den Intellekt in den Mittelpunkt – Morus ist ein Mann, der argumentiert, wo andere befehlen. Der Titel selbst beschreibt diese Haltung: ein Mann, der in jeder Lage derselbe bleibt.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,3 von 10 Punkten liegt die Bewertung klar über dem Durchschnitt, die Stimmenzahl im mittleren dreistelligen Bereich. Für einen 60 Jahre alten Film ist das eine anhaltende, wenn auch nicht massenhafte Wahrnehmung – wer ihn heute bewertet, hat ihn gezielt gesucht. Im Katalog der historischen Dramen gehört er mit sechs Jahrzehnten Abstand zu den älteren Titeln und steht für die Spielart, die Geschichte über eine einzelne Person und ihre Entscheidung erzählt statt über Ereignisse und Schauplätze.
Bilder








Besetzung & Stab
- Paul Scofield als Thomas More
- Wendy Hiller als Alice More
- Leo McKern als Thomas Cromwell
- Robert Shaw als King Henry VIII
- Orson Welles als Cardinal Wolsey
- Susannah York als Margaret More
- Nigel Davenport als The Duke of Norfolk
- John Hurt als Richard Rich
- Corin Redgrave als William Roper (the Younger)
- Colin Blakely als Matthew
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Verfügbarkeit
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