Zwölf Uhr mittags (1952)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Fred Zinnemann |
|---|---|
| Genre | Western |
| Laufzeit | 85 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1952-06-09 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 730.000 $ |
| Einspielergebnis | 8.000.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,7 (1.634 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Marshal Will Kane heiratet die Quäkerin Amy Fowler. Es ist sein letzter Tag im Amt.
Dann erfährt er, dass der begnadigte Frank Miller mit dem Mittagszug kommt, um sich zu rächen. Kane sucht Unterstützung in der Stadt. Er findet keine — nicht bei den Bürgern, nicht bei seinen Freunden. Amy will gehen.
Entstehungsgeschichte
Vorlage ist John W. Cunninghams Kurzgeschichte „The Tin Star" von 1947. Carl Foreman begann 1948 mit der Entwicklung, zunächst ohne die Geschichte zu kennen.
Regie führte Fred Zinnemann, das Drehbuch schrieb Foreman, produziert wurde der Film von Stanley Kramer.
Gary Cooper spielt Marshal Will Kane, Grace Kelly die Amy Fowler Kane, Lloyd Bridges den Deputy Harvey Pell, Katy Jurado die Helen Ramirez, Ian MacDonald den Frank Miller, Thomas Mitchell den Bürgermeister Henderson und Otto Kruger den Richter Mettrick.
Die Kamera führte Floyd Crosby, den Schnitt besorgten Elmo Williams und Harry W. Gerstad. Dimitri Tiomkin schrieb die Musik und den Titelsong „High Noon (Do Not Forsake Me)" mit Text von Ned Washington; gesungen hat ihn Tex Ritter.
Gedreht wurde ab dem 5. September über vier Wochen — in Columbia und Tuolumne City in Kalifornien, auf der Iverson Ranch in Los Angeles und in der Mother-Lode-Region bei Sonora. Das Budget betrug 794.000 Dollar und lag damit unter dem Durchschnitt des Jahres 1952 von rund 900.000.
Hinter den Kulissen
Die politische Vorgeschichte gehört zum Film. Carl Foreman war zwischen 1938 und 1942 Mitglied der Kommunistischen Partei. Im September 1951 wurde er vor den Ausschuss für unamerikanische Umtriebe geladen und verweigerte die Aussage. Stanley Kramer brach daraufhin öffentlich mit ihm; Foreman erhielt eine Abfindung von 250.000 Dollar und behielt die Rechte an „The Tin Star".
Das Lexikon des internationalen Films liest den Film als bittere Abrechnung mit der McCarthy-Ära — Foreman verarbeitete seine Erfahrungen mit den schwarzen Listen in der Geschichte eines Mannes, den alle im Stich lassen.
Widerspruch kam aus dem Fach. Howard Hawks lehnte die Zeichnung Kanes als zu wenig heldenhaft ab und drehte mit „Rio Bravo" eine ausdrückliche Gegenposition, mit John Wayne als entschlossenem, zuversichtlichem Sheriff.
Einordnung & Wirkung
In den ersten 18 Wochen spielte der Film 2,5 Millionen Dollar ein — das beste Ergebnis für United Artists seit „African Queen". Der deutsche Start war in der ersten Januarwoche 1953, die DDR-Premiere am 11. Juni 1965.
Vier Oscars kamen zusammen: Gary Cooper als bester Hauptdarsteller, Elmo Williams und Harry W. Gerstad für den Schnitt, Dimitri Tiomkin für die Musik und für den besten Song. Hinzu kamen ein Golden Globe für die Filmmusik und der Preis der Screenwriters Guild.
Rotten Tomatoes weist 94 Prozent aus, Metacritic 89 von 100; die Deutsche Film- und Medienbewertung vergab das Prädikat „besonders wertvoll".
Dass ein Western zur Parabel auf politische Verfolgung wurde — und dass ein anderer Regisseur einen ganzen Film schrieb, um ihm zu widersprechen —, macht seine Stellung aus.
Bilder








Besetzung & Stab
- Gary Cooper als Marshal Will Kane
- Thomas Mitchell als Mayor Jonas Henderson
- Lloyd Bridges als Deputy Marshal Harvey Pell
- Katy Jurado als Helen Ramírez
- Grace Kelly als Amy Fowler Kane
- Otto Kruger als Judge Percy Mettrick
- Lon Chaney Jr. als Martin Howe
- Harry Morgan als Sam Fuller
- Ian MacDonald als Frank Miller
- Eve McVeagh als Mildred Fuller
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