Ein Richter sieht rot (1983)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Peter Hyams |
|---|---|
| Genre | Drama, Thriller |
| Laufzeit | 105 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1983-08-05 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 8.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 5.555.305 $ |
| TMDB-Bewertung | 6 (189 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Steven Hardin ist ein junger Richter, den sein eigener Berufsstand zermürbt: Immer wieder muss er wegen Verfahrensfehlern Angeklagte freilassen, deren Schuld für ihn offensichtlich ist. Diese Frustration bemerkt sein Kollege Benjamin Caufield und weiht ihn in einen geheimen Kreis von Richtern ein, die auf eigene Faust nachhelfen: Wo das Gesetz versagt, sorgen bezahlte Auftragskiller für die Strafe, die vor Gericht ausgeblieben ist. Hardin ringt zunächst mit seinem Gewissen, doch als er den Vorsitz in einem Fall von Kindesmissbrauch übernimmt, gerät seine Haltung zu diesem System auf eine harte Probe.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1983 unter der Regie von Peter Hyams. In den Hauptrollen sind Michael Douglas, Hal Holbrook, Yaphet Kotto und Sharon Gless zu sehen. Freigegeben ist er ab 12 Jahren.
Hinter den Kulissen
Die Verbindung von Drama und Thriller passt zu einem Stoff, der ein moralisches Dilemma in den Mittelpunkt stellt statt reiner Spannungseffekte: Es geht um die Frage, wie weit ein Rechtsstaat gehen darf, wenn seine eigenen Regeln Schuldige schützen. Dass die Geschichte einen Richter zur Hauptfigur macht, verschiebt den Blick von der Tat selbst auf die Institution, die über sie zu urteilen hat. Der Fall von Kindesmissbrauch, mit dem Hardin konfrontiert wird, treibt diesen Konflikt auf die Spitze, weil er die abstrakte Frage nach Gerechtigkeit an einem besonders belastenden Beispiel konkret macht. Die Besetzung mit Michael Douglas als Idealisten und Hal Holbrook als Verführer in ein zweifelhaftes System legt eine klassische Konstellation zwischen Prinzipientreue und pragmatischer Selbstjustiz nahe.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,0 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Titel im mittleren Bereich, ohne breite Resonanz gefunden zu haben. Über vierzig Jahre nach seiner Entstehung steht er für eine Phase des amerikanischen Kinos, in der Justizthriller häufig gesellschaftliche Grundfragen über Recht und Ordnung verhandelten. Innerhalb dieses Genrefelds ist er ein Beispiel dafür, wie moralische Grauzonen erzählerisch zugespitzt werden, ohne dass die Bewertungslage auf einen besonderen Ausreißer nach oben oder unten hindeutet.
Bilder





Besetzung & Stab
- Michael Douglas als Steven Hardin
- Hal Holbrook als Benjamin Caulfield
- Yaphet Kotto als Detective Harry Lowes
- Sharon Gless als Emily Hardin
- James B. Sikking als Dr. Harold Lewin
- Joe Regalbuto als Arthur Cooms
- Don Calfa als Lawrence Monk
- John DiSanti als Detective James Wickman
- DeWayne Jessie als Stanley Flowers
- Jack Kehoe als Hingle
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Verfügbarkeit
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