Enrico Berlinguer - La Grande Ambizione (2024)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Andrea Segre |
|---|---|
| Genre | Drama, Historie |
| Laufzeit | 123 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2024-10-31 |
| Einspielergebnis | 3.731.867 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,2 (188 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Anfang der 1970er Jahre steht Enrico Berlinguer, Generalsekretär der Kommunistischen Partei Italiens, vor einer schwierigen Aufgabe: Er will sich vom sowjetisch geprägten Sozialismus lösen und einen Weg finden, kommunistische Ideale mit westlichen Demokratievorstellungen zu vereinen. In einer Welt, die durch den Kalten Krieg in zwei Blöcke gespalten ist, sucht er den Dialog mit dem politischen Gegner – Aldo Moro, dem Vorsitzenden der Christdemokraten. Gegen erheblichen Widerstand aus dem eigenen wie dem gegnerischen Lager verfolgt Berlinguer die Idee eines „historischen Kompromisses“, der Italien hätte verändern können. Der Film zeigt diese politische Annäherung als fragiles Projekt, dessen Ausgang von äußeren Ereignissen abhängt, die außerhalb der Kontrolle der Beteiligten liegen.
Entstehungsgeschichte
Andrea Segre führte bei diesem 2024 entstandenen Drama Regie, das die historische Figur Berlinguer ins Zentrum stellt. Elio Germano verkörpert die Hauptrolle, an seiner Seite stehen Paolo Pierobon, Roberto Citran und Stefano Abbati. Der Film verbindet Elemente des Dramas mit der historischen Erzählung und ordnet sich damit in die Tradition politischer Filmbiografien ein.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Drama und Historie deutet darauf hin, dass der Film weniger auf äußere Spannung setzt als auf die innere Zerrissenheit seiner Figur und die Enge ihres politischen Handlungsspielraums. Dass die Handlung sich um einen Dialog zwischen ideologischen Gegnern dreht, macht deutlich, wie sehr die Erzählung auf Verhandlung, Kompromiss und die Frage nach politischer Möglichkeit setzt statt auf klare Frontlinien. Die Besetzung mit vier männlichen Hauptdarstellern lässt vermuten, dass der Film sich stark auf das Ringen zwischen politischen Akteuren konzentriert, weniger auf ein breites gesellschaftliches Panorama.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,2 bei einer noch vergleichsweise schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film in einem soliden, aber noch nicht breit abgesicherten Bereich. Da das Werk erst 2024 entstanden ist, liegt kaum zeitlicher Abstand zwischen Entstehung und heutiger Wahrnehmung, was die Einordnung in einen größeren historischen Kontext noch offenlässt. Innerhalb des Genres politischer Dramen mit historischem Hintergrund reiht sich der Film in eine Reihe von Werken ein, die sich mit gescheiterten oder unvollendeten politischen Projekten auseinandersetzen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Elio Germano als Enrico Berlinguer
- Paolo Pierobon als Giulio Andreotti
- Roberto Citran als Aldo Moro
- Stefano Abbati als Umberto Terracini
- Francesco Acquaroli als Pietro Ingrao
- Paolo Calabresi als Ugo Pecchioli
- Pierluigi Corallo als Antonio Tatò
- Nikola Danchev als Leonid Brežnev
- Svetoslav Dobrev als Todor Živkov
- Luca Lazzareschi als Alessandro Natta
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