Er (1953)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Luis Buñuel |
|---|---|
| Genre | Drama, Thriller |
| Laufzeit | 92 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1953-07-09 |
| TMDB-Bewertung | 7,7 (166 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
In einer Kirche fällt dem Blick des wohlhabenden Junggesellen Francisco eine junge Frau namens Gloria auf, und es ist um ihn geschehen. Dass Gloria bereits verlobt ist, hält ihn nicht davon ab, sie zu umwerben und schließlich zur Frau zu nehmen. Was als leidenschaftliche Verbindung beginnt, kippt rasch: Francisco wird von einer Eifersucht getrieben, die keinen Raum mehr für ein normales Zusammenleben lässt. Gloria sucht Beistand bei ihrer Mutter und beim Beichtvater, doch beide tun ihre Not als übertriebene Empfindlichkeit ab. Am Ende trennt sie sich von ihm. Francisco zieht sich in ein Kloster zurück, scheinbar um dort Frieden zu finden. Als Gloria ihn später mit ihrem neuen Mann – ihrem früheren Verlobten – aufsucht, zeigt sich, wie es um seine innere Verfassung tatsächlich steht.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1953 unter der Regie von Luis Buñuel. In den Hauptrollen sind Arturo de Córdova als Francisco und Delia Garcés als Gloria zu sehen, ergänzt durch Aurora Walker und Carlos Martínez Baena.
Hinter den Kulissen
Die Einordnung als Drama mit Thriller-Elementen passt zu einer Geschichte, die eine Eheanbahnung als Ausgangspunkt nimmt und daraus eine Studie über Kontrolle und Besitzanspruch entwickelt. Dass gerade jene Instanzen, an die sich Gloria wendet – Mutter und Beichtvater –, ihre Sorgen kleinreden, verschiebt den Konflikt von einem rein privaten Problem zu einer Frage gesellschaftlicher Blindheit gegenüber häuslicher Gewalt. Der Rückzug ins Kloster am Ende deutet zunächst auf einen Weg der Läuterung hin, doch die Anlage der Erzählung – der abschließende Besuch, der die alte Besessenheit wieder sichtbar macht – lässt diese scheinbare Lösung als Trugschluss erscheinen. Die Konstellation aus wenigen zentralen Figuren konzentriert den Blick ganz auf die Dynamik zwischen Francisco und Gloria, ohne Ablenkung durch Nebenstränge.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,7 bei einer im Netz noch vergleichsweise schmalen Stimmenbasis gehört der Titel zu jenen Werken, die abseits eines breiten Massenpublikums wahrgenommen werden. Seit der Entstehung 1953 sind mittlerweile über siebzig Jahre vergangen, doch das Thema toxischer Eifersucht innerhalb einer Ehe hat nichts an Schärfe verloren. Innerhalb der Kombination aus Drama und Thriller zählt der Film zu jenen Beiträgen, die psychologische Zuspitzung über äußere Spannungsmomente stellen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Arturo de Córdova als Francisco Galván de Montemayor
- Delia Garcés als Gloria Milalta
- Aurora Walker als Esperanza Peralta
- Carlos Martínez Baena als Padre Velasco
- Manuel Dondé als Pablo
- Rafael Banquells als Ricardo Luján
- Fernando Casanova als Beltrán
- José Pidal als Padre prior
- Roberto Meyer als Licenciado
- Luis Beristáin als Raúl Conde
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Verfügbarkeit
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