Free State of Jones (2016)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Gary Ross |
|---|---|
| Genre | Action, Drama, Historie, Kriegsfilm |
| Laufzeit | 139 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2016-06-24 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 50.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 25.035.950 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,8 (1.706 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Newton Knight kämpft im Amerikanischen Bürgerkrieg auf Seiten der Konföderation. Nach dem Tod seines Neffen desertiert er.
Er versteckt sich in den Sümpfen von Jones County, Mississippi — gemeinsam mit entflohenen Sklaven. Aus dieser Gruppe wird eine bewaffnete Widerstandsbewegung gegen die Konföderation. Nach dem Krieg setzt Knight seinen Kampf fort, nun für die Rechte schwarzer Menschen. Ein zweiter Erzählstrang spielt 85 Jahre später: Knights Urenkel Davis steht vor Gericht, weil er eine weiße Frau geheiratet hat.
Entstehungsgeschichte
Der Film beruht auf tatsächlichen Ereignissen in Jones County, Mississippi, zwischen 1862 und 1876. Behandelt werden unter anderem die Schlacht um Corinth im Oktober 1862 und die Schlacht um Vicksburg.
Gary Ross führte Regie und schrieb das Drehbuch; er arbeitete zehn Jahre an der Entwicklung des Projekts.
Matthew McConaughey spielt Newton Knight, Gugu Mbatha-Raw die Rachel, Mahershala Ali den Moses Washington, Keri Russell die Serena und Christopher Berry den Jasper Collins.
Die Kamera führte Benoît Delhomme, den Schnitt besorgten Pamela Martin und Juliette Welfling, die Musik stammt von Nicholas Britell.
Gedreht wurde vom 23. Februar bis zum 28. Mai 2015. Der Start in den USA und Kanada war der 24. Juni 2016; in Deutschland erschien der Film am 10. November 2016 auf DVD und Blu-ray. Das Budget betrug 50 Millionen Dollar.
Hinter den Kulissen
Zehn Jahre Entwicklungsarbeit sind die auffälligste Zahl dieser Produktion. Sie erklären sich aus dem Stoff: Ein bewaffneter Aufstand von Deserteuren und entflohenen Sklaven gegen die Konföderation gehört nicht zu den Erzählungen, die über den Bürgerkrieg gewöhnlich verfilmt werden.
Der zweite Erzählstrang ist die eigentliche These des Films. Indem er die Anklage gegen Davis Knight 85 Jahre später einschneidet, verbindet er den Widerstand von 1862 mit den Rassengesetzen des 20. Jahrhunderts — der Film behauptet damit eine Linie, keine abgeschlossene Episode.
Diese Konstruktion hat einen Preis. Ein Film, der zwei Zeitebenen und vierzehn Jahre Geschichte abdeckt, kann keine der beiden vollständig ausführen; die Verbindung ist gesetzt, nicht entwickelt.
Einordnung & Wirkung
Bei 50 Millionen Dollar Herstellungskosten spielte der Film 25 Millionen ein und blieb damit weit unter seinen Kosten.
In Deutschland erschien er nicht im Kino, sondern rund fünf Monate nach dem US-Start direkt auf DVD und Blu-ray.
Diese Zahlen beschreiben ein Grundproblem des Stoffs. Ein Historienfilm über einen wenig bekannten Aufstand, ohne Genrezugehörigkeit und mit einer Handlung, die über vierzehn Jahre läuft, findet schwer ein Publikum — unabhängig von seiner Besetzung.
Bemerkenswert bleibt, wofür der Film steht. Er erzählt einen Teil der Geschichte des amerikanischen Südens, in dem weiße Deserteure und entflohene Sklaven gemeinsam gegen die Konföderation kämpften — und stellt der üblichen Erzählung damit eine Gegenüberlieferung entgegen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Matthew McConaughey als Newton Knight
- Gugu Mbatha-Raw als Rachel
- Mahershala Ali als Moses Washington
- Keri Russell als Serena Knight
- Jacob Lofland als Daniel
- Sean Bridgers als Sumrall
- Brad Carter als Lieutenant Barbour
- Jane McNeill als Miss Ellie
- Gary Grubbs als Prosecuting Attorney
- Christopher Berry als Jasper
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