Gallo cedrone (1998)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Carlo Verdone |
|---|---|
| Genre | Komödie |
| Laufzeit | 94 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1998-10-16 |
| TMDB-Bewertung | 5,6 (212 Stimmen) |
Worum es geht
Armando Feroci ist Mitte vierzig und hat in seinem Leben so ziemlich jede Rolle einmal ausgefüllt, ohne sie wirklich gut zu spielen: geschiedener Ehemann, nachlässiger Vater, unzuverlässiger Bruder. Die Geschichte setzt an einem ungewöhnlichen Punkt an, denn Armando ist unter mysteriösen Umständen in einem arabischen Land von einer islamistischen Gruppe entführt und zum Tode verurteilt worden. Während seine Freunde auf diese Nachricht reagieren, entfaltet sich sein Leben in Rückblenden, erzählt aus ihrer Perspektive. So entsteht ein Bild eines Mannes, der aus der Distanz betrachtet wird, durch die Augen derer, die ihn kannten, mit all den Brüchen und Widersprüchen, die ihn ausmachen.
Entstehungsgeschichte
„Gallo cedrone“ entstand 1998 unter der Regie von Carlo Verdone, der auch die Hauptrolle des Armando Feroci übernahm. An seiner Seite stehen Regina Orioli, Ines Nobili und Paolo Triestino. Der Film ist als Komödie angelegt.
Hinter den Kulissen
Die Konstruktion aus Rückblende und Rahmenhandlung ist bemerkenswert: Eine lebensbedrohliche Situation, die Entführung und Todesurteil, bildet den Ausgangspunkt, von dem aus die eigentliche Geschichte in der Vergangenheit erzählt wird. Dass ausgerechnet die Freunde des Protagonisten als Erzähler fungieren, verschiebt den Blick weg von der Selbstdarstellung hin zu einer Aussensicht auf einen Mann, dessen Versagen in mehreren Lebensbereichen – Ehe, Vaterschaft, Geschwisterbeziehung – im Zentrum steht. Die Komödie entsteht damit aus der Reibung zwischen der dramatischen Rahmenhandlung und den eher kleinteiligen, alltäglichen Verfehlungen, die in den Rückblenden geschildert werden. Diese Anlage deutet auf einen Film hin, der das Porträt einer Figur über die Erinnerungen anderer zusammensetzt, statt eine geradlinige Handlung zu verfolgen.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 5,6 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film im mittleren Bereich, ohne dass sich daraus eine breite Zustimmung oder Ablehnung ablesen liesse. Seit dem Erscheinungsjahr 1998 sind mittlerweile 27 Jahre vergangen, was den Titel in eine Zeit italienischer Komödien einordnet, die stark von ihren Regisseur-Hauptdarstellern geprägt waren. Innerhalb des Komödiengenres sticht die Konstruktion mit Entführung und Rückblende als ungewöhnliches Erzählgerüst hervor.
Bilder

Besetzung & Stab
- Carlo Verdone als Armando Feroci
- Regina Orioli als Martina
- Ines Nobili als Marcella Feroci
- Paolo Triestino als Franco Feroci
- Enrica Rosso als Egle
- Giorgia Brugnoli als Morena Feroci
- Alessia Bruno als Morena Feroci bambina
- Roberto Mincuzzi als Quinto
- Gloria Sirabella als Parrucchiera
- Mimmo Petrelli als Attilio
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Verfügbarkeit
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