Godland (2022)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Hlynur Pálmason |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 143 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2022-12-01 |
| Budget | 5.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 1.560.518 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,7 (212 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ende des 19. Jahrhunderts wird der junge dänische Pfarrer Lucas nach Island entsandt, um in einer abgelegenen Siedlung eine Kirche zu errichten. Für den mühsamen Weg dorthin heuert er einheimische Begleiter an. Im Gepäck trägt er ein großes Holzkreuz und seine Fotoausrüstung – doch sooft er die Kamera aufbaut, entzieht sich ihm das Land ebenso wie dessen Bewohner. Seine Unkenntnis der isländischen Sprache verschärft die Missverständnisse. Je weiter er in die unberührte, gewaltige Landschaft vordringt, desto mehr entfernt er sich von seiner eigentlichen Mission und von den Grundsätzen seines Glaubens. Am Ziel angekommen, scheint sein moralisches Gleichgewicht endgültig zu kippen, während das Holzkreuz inmitten einer von Mythen und Sagen geprägten Natur zunehmend absurd wirkt.
Entstehungsgeschichte
"Godland" entstand 2022 unter der Regie von Hlynur Pálmason. In den Hauptrollen sind Elliott Crosset Hove als Lucas sowie Vic Carmen Sonne, Ingvar E. Sigurðsson und Jacob Lohmann zu sehen. Der Film ist als Drama angelegt.
Hinter den Kulissen
Die Geschichte verbindet eine physische Reise mit einer inneren Erosion: Ein Mann des Glaubens, ausgestattet mit den Symbolen seiner Mission – Kreuz und Kamera –, trifft auf eine Landschaft und Menschen, die sich jeder Aneignung widersetzen. Dass Lucas' Versuche, das Land fotografisch festzuhalten, wiederholt scheitern, deutet die Anlage des Films als Auseinandersetzung mit den Grenzen von Kontrolle und Abbildung. Die Sprachbarriere zwischen Pfarrer und Begleitern verstärkt dieses Motiv der Unzugänglichkeit zusätzlich. Dass sich Lucas' moralischer Verfall parallel zur zunehmenden Entfremdung von seiner ursprünglichen Aufgabe vollzieht, macht aus der Reise eine Studie über den Zusammenbruch eines mitgebrachten Weltbilds angesichts einer Natur, die sich Mythen und Erzählungen entzieht, denen der Fremde nicht gewachsen ist.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,8 bei einer noch vergleichsweise schmalen Stimmenbasis bewegt sich "Godland" im soliden oberen Mittelfeld dramatischer Erzählungen. Seit dem Erscheinen sind mittlerweile mehrere Jahre vergangen, ohne dass sich an der grundsätzlichen Einordnung als anspruchsvolles, langsam erzähltes Drama etwas geändert hätte. Innerhalb des Genres positioniert sich der Film über seine reduzierte Figurenkonstellation und die enge Verknüpfung von Landschaft und psychologischem Verfall, statt auf breite Handlungsbögen zu setzen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Elliott Crosset Hove als Lucas
- Vic Carmen Sonne als Anna
- Ingvar E. Sigurðsson als Ragnar
- Jacob Lohmann als Carl
- Ída Mekkín Hlynsdóttir als Ida
- Waage Sandø als Vincent
- Hilmar Guðjónsson als Translator
- Gunnar Bragi Þorsteinsson als Gunnar
- Friðrik Friðriksson als Friðrik
- Guðmundur Samúelsson als Accordion player
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Verfügbarkeit
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