Goldene Träume (1981)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Nanni Moretti |
|---|---|
| Genre | Komödie, Drama |
| Laufzeit | 100 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1981-09-10 |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (105 Stimmen) |
Worum es geht
Michele Apicella ist Film- und Theaterregisseur und trägt seine künstlerischen Krisen offen vor sich her. Er war in den sechziger Jahren politisch engagiert, nun findet er sich in den beginnenden achtziger Jahren wieder, einer Zeit, die ihm als Phase des Werteverfalls und der allgemeinen Gleichgültigkeit erscheint. In seinen Arbeiten will er die Figur des typischen Außenseiters zeichnen, gerät dabei aber selbst in die Rolle eines abgehobenen Intellektuellen, der sich von den einfachen Leuten immer weiter entfernt. Der Film beobachtet diesen Widerspruch zwischen künstlerischem Anspruch und gelebter Wirklichkeit, ohne ihn aufzulösen.
Entstehungsgeschichte
„Goldene Träume“ entstand 1981 unter der Regie von Nanni Moretti, der auch die Hauptfigur Michele Apicella spielt. An seiner Seite stehen Nicola Di Pinto, Laura Morante und Alessandro Haber. Der Film ist als Kino-Spielfilm angelegt und verbindet Komödie und Drama.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Komödie und Drama passt zu einer Geschichte, die einen Künstler zeigt, der sich selbst zu ernst nimmt und gerade dadurch komisch wirkt. Dass Regisseur und Hauptdarsteller in Personalunion auftreten, verstärkt die Nähe zwischen Erzähler und Figur und lässt die Selbstbefragung des Protagonisten unmittelbarer erscheinen. Die Anlage der Geschichte, die einen ehemaligen politischen Aktivisten in eine neue Zeit versetzt, macht den Generationenbruch zwischen den sechziger und den achtziger Jahren zum eigentlichen Thema, nicht eine äußere Handlung. Die Beschreibung des Intellektuellen, der sich von den einfachen Leuten entfremdet, deutet auf eine selbstkritische, beobachtende Erzählhaltung hin, die den eigenen Berufsstand nicht schont.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,1 bei einer eher schmalen Stimmenbasis steht der Film im soliden Mittelfeld dessen, was italienische Autorenkomödien dieser Art erreichen können, ohne dass sich daraus eine breite Popularität ablesen lässt. Seit der Entstehung 1981 sind mittlerweile mehr als vierzig Jahre vergangen, der Film bleibt damit ein Zeitdokument seiner unmittelbaren Gegenwart, der beginnenden achtziger Jahre und der Verunsicherung, die auf die politisch geprägten sechziger Jahre folgte. Innerhalb der Tragikomödie über Künstlerfiguren nimmt er eine Position ein, die den Übergang zweier Jahrzehnte aus der Innensicht eines Einzelnen betrachtet.
Bilder







Besetzung & Stab
- Nanni Moretti als Michele Apicella
- Nicola Di Pinto als Nicola
- Laura Morante als Silvia
- Alessandro Haber als Gaetano
- Remo Remotti als Freud
- Piera Degli Esposti als Madre di Michele
- Gigio Morra als Gigio Cimino
- Giampiero Mughini als Presentatore TV
- Dario Cantarelli als critico
- Tatti Sanguineti als aiuto regista
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Verfügbarkeit
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