Habemus Papam - Ein Papst büxt aus (2011)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Nanni Moretti |
|---|---|
| Genre | Drama, Komödie |
| Laufzeit | 104 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2011-04-15 |
| Altersfreigabe | FSK 0 |
| Budget | 11.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 17.877.523 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,8 (604 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Habemus Papam, wir haben einen Papst: Kardinal Melville ist gewählt. Nur hat der Gewählte keine Lust auf das Amt. Er fühlt sich von der unerwarteten Aufgabe vollkommen überfordert und weigert sich, auf den berühmten Balkon am Petersdom zu treten und sich der Weltöffentlichkeit zu zeigen. Während der Vatikan nach Ausreden sucht, um das Ausbleiben des Papstes zu erklären, wird ein Psychotherapeut herbeigeholt, der den Auserwählten von der Couch wieder auf die Beine bringen soll. Aus einem Vorgang, der ganz auf Feierlichkeit angelegt ist, wird damit eine Angelegenheit, die sich hinter verschlossenen Türen abspielt.
Entstehungsgeschichte
Nanni Moretti führte bei dem 2011 erschienenen Film Regie und steht zugleich selbst in einer der Rollen. Neben ihm sind Michel Piccoli, Margherita Buy und Jerzy Stuhr besetzt. Altersbeschränkungen bestehen keine.
Hinter den Kulissen
Die Zuordnung zu Drama und Komödie beschreibt genau die Spannung, aus der die Geschichte lebt. Der komische Anteil entsteht nicht aus Spott über die Institution, sondern aus der Diskrepanz zwischen einem hochformalisierten Apparat und einem einzelnen Menschen, der nicht kann, was von ihm erwartet wird. Dass ausgerechnet ein Therapeut in diese Umgebung geholt wird, setzt zwei Formen der Seelenbetreuung nebeneinander, die einander fremd sind. Die Anlage hält beide Register offen: Die Überforderung ist ernst gemeint, die Verlegenheit der Umgebung komisch. Der Balkon, auf den der Gewählte nicht tritt, bleibt dabei der Fluchtpunkt der ganzen Konstruktion, ein Auftritt, der ausbleibt und gerade dadurch alles bestimmt.
Einordnung & Wirkung
Mit 6,8 von 10 liegt die Durchschnittsbewertung im oberen Mittelfeld, gebildet aus einer Basis von einigen hundert Bewertungen und damit aus einem Publikum, das den Film gesucht hat, statt zufällig auf ihn zu stoßen. 15 Jahre nach dem Erscheinungsjahr hat der Stoff wenig eingebüßt, weil er nicht an ein aktuelles Ereignis gebunden ist, sondern an eine Konstellation. Innerhalb der Tragikomödie steht der Film für die leise Variante, die ihren Gegenstand ernst nimmt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Michel Piccoli als Melville
- Nanni Moretti als Dott. Brezzi
- Margherita Buy als Brezzi's Wife
- Jerzy Stuhr als Spokesman
- Renato Scarpa als Card. Gregori
- Franco Graziosi als Card. Bollati
- Camillo Milli als Card. Pescardona
- Roberto Nobile als Card. Cevasco
- Ulrich von Dobschütz als Card. Brummer
- Erik Merino als Chilean Cardinal
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Verfügbarkeit
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