Hacksaw Ridge - Die Entscheidung (2016)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Mel Gibson |
|---|---|
| Genre | Drama, Historie, Kriegsfilm |
| Laufzeit | 140 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2016-10-07 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 40.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 175.302.354 $ |
| TMDB-Bewertung | 8,2 (15.308 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Desmond Doss meldet sich 1942 freiwillig zur US-Armee und weigert sich, eine Waffe anzufassen. Als Siebenten-Tags-Adventist und aufgrund einer Kindheitserfahrung, bei der er beinahe seinen Bruder getötet hätte, will er als Sanitäter dienen, ohne zu töten. Die Armee behandelt das als Befehlsverweigerung, seine Kameraden schikanieren ihn, und es kommt zum Kriegsgerichtsverfahren.
Doss setzt sich durch und kommt nach Okinawa, an einen Steilhang, den die Japaner mehrfach zurückerobert haben. Nach einem Rückzugsbefehl bleibt er allein oben und holt in einer Nacht rund fünfundsiebzig Verwundete über die Klippe — jedes Mal mit demselben Satz: noch einen.
Entstehungsgeschichte
Die Geschichte ist historisch belegt; Doss erhielt als erster Kriegsdienstverweigerer die Medal of Honor. Er lehnte Verfilmungen zu Lebzeiten ab, weil er befürchtete, seine Motive würden verfälscht. Erst nach seinem Tod 2006 gab seine Familie die Rechte frei.
Mel Gibson führte Regie — sein erster Film nach zehn Jahren, in denen er wegen antisemitischer Äußerungen und weiterer Vorfälle in Hollywood weitgehend gemieden wurde. Die Finanzierung kam entsprechend von unabhängigen Geldgebern, nicht von einem großen Studio. Das Budget lag bei rund 40 Millionen Dollar, sehr niedrig für einen Kriegsfilm dieser Größe.
Hinter den Kulissen
Gedreht wurde in Australien, in nur etwa neunundfünfzig Tagen. Der Steilhang entstand auf einer Farm bei Sydney; das Schlachtfeld wurde vollständig gebaut und mit praktischen Sprengungen bearbeitet, digitale Ergänzungen blieben minimal.
Gibson inszeniert die Kampfhandlungen mit extremer Drastik — verbrannte Körper, Ratten, Feldchirurgie im Dreck — und stellt dem eine erste Filmhälfte gegenüber, die fast wie ein Heimatfilm anmutet. Der Kontrast ist beabsichtigt. Andrew Garfield bereitete sich mit Doss' Tonbandaufnahmen vor und übernahm dessen Sprechweise.
Einordnung & Wirkung
Der Film spielte weltweit rund 180 Millionen Dollar ein und gewann zwei Oscars, für Schnitt und Tonmischung; er war zusätzlich als bester Film, für die Regie und für Andrew Garfield nominiert.
Er markierte Gibsons Rückkehr in die Branche, was für erhebliche Diskussionen sorgte — die Auseinandersetzung über sein Werk und seine Person läuft seither parallel. Inhaltlich gehört der Film zu den wenigen Kriegsfilmen, deren Hauptfigur konsequent gewaltfrei bleibt, ohne dass der Film selbst darauf verzichtet, den Krieg in aller Härte zu zeigen. Diese Spannung ist der Grund, weshalb er sich der üblichen Einordnung als Antikriegs- oder Heldenfilm entzieht.
Bilder








Besetzung & Stab
- Andrew Garfield als Desmond T. Doss
- Sam Worthington als Captain Glover
- Vince Vaughn als Sgt Howell
- Teresa Palmer als Dorothy Schuttle
- Luke Bracey als Smitty Ryker
- Hugo Weaving als Tom Doss
- Rachel Griffiths als Bertha Doss
- Ryan Corr als Lieutenant Manville
- Richard Roxburgh als Colonel Stelzer
- Goran D. Kleut als Andy 'Ghoul' Walker
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Verfügbarkeit
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