Haus der Sünde (2011)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Bertrand Bonello |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 122 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2011-09-21 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| TMDB-Bewertung | 6,5 (289 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
In einem herrschaftlichen Pariser Bordell um die Jahrhundertwende 1900 verbringen wohlhabende Männer ihre Abende auf der Suche nach Zerstreuung und weiblicher Gesellschaft. Über die Frauen, die dort leben und arbeiten, wacht Marie-France, streng, aber nicht ohne Wärme für ihre Schützlinge. Jede von ihnen hegt die stille Hoffnung, ein Freier könnte sich in sie verlieben und ihr ein Leben jenseits der Mauern des Hauses ermöglichen. Mit der Ankunft der erst fünfzehnjährigen Pauline gerät das brüchige Gleichgewicht zwischen den Frauen ins Wanken, die zuvor gepflegte Kameradschaft bekommt Risse. Gleichzeitig droht von außen politisches Ungemach: Die Behörden erwägen ein generelles Verbot der Bordelle in Frankreich. Ein aufwendig inszenierter Maskenball wirft seinen Schatten voraus – möglicherweise als letzter Akt des Hauses.
Entstehungsgeschichte
„Haus der Sünde“ entstand 2011 unter der Regie von Bertrand Bonello. Der Film ist als Drama angelegt und trägt die Altersfreigabe ab 16 Jahren. In den zentralen Rollen sind Noémie Lvovsky, Hafsia Herzi, Céline Sallette und Jasmine Trinca zu sehen, die das Ensemble der Bordellbewohnerinnen und ihrer Vorsteherin bilden.
Hinter den Kulissen
Die Geschichte konzentriert sich ganz auf den Mikrokosmos eines einzigen Ortes und dessen Bewohnerinnen, statt eine einzelne Hauptfigur in den Mittelpunkt zu stellen. Diese Erzählanlage – ein Ensemble aus mehreren gleichberechtigten weiblichen Figuren – lenkt den Blick auf das Kollektiv und die Machtstrukturen innerhalb des Hauses statt auf eine klassische Einzelschicksal-Dramaturgie. Die Kombination aus intimem Kammerspiel und der drohenden politischen Zäsur von außen verleiht der Handlung eine doppelte Spannung: die persönliche zwischen den Frauen und die gesellschaftliche, die über das Fortbestehen des Ortes entscheidet.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,5 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen bewegt sich der Film im soliden, aber nicht überragenden Mittelfeld seiner Bewertungsbasis. Seit dem Erscheinungsjahr 2011 sind mittlerweile über ein Jahrzehnt vergangen, ohne dass sich an dieser Einschätzung Grundlegendes geändert zu haben scheint. Innerhalb des Dramengenres positioniert sich der Titel als atmosphärisch dichte, auf ein historisches Milieu konzentrierte Studie, die weniger auf äußere Handlung als auf das Beziehungsgeflecht innerhalb eines geschlossenen Raums setzt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Noémie Lvovsky als Marie-France
- Hafsia Herzi als Samira
- Céline Sallette als Clotilde
- Jasmine Trinca als Julie
- Adèle Haenel als Léa
- Alice Barnole als Madeleine
- Iliana Zabeth als Pauline
- Judith Lou Lévy als Prostitute
- Pauline Jacquard als Prostitute
- Anaïs Thomas als Prostitute
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Verfügbarkeit
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