Hitlerjunge Salomon (1990)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Agnieszka Holland |
|---|---|
| Genre | Historie, Drama, Kriegsfilm |
| Laufzeit | 108 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1990-11-14 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Einspielergebnis | 5.575.304 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,2 (289 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Salomon Perel, genannt Sally, wächst als Kind in Deutschland auf, bis ihn sein Schuldirektor mit dem Satz vor die Tür setzt, Juden hätten an der Schule nichts mehr zu suchen. Die Familie erkennt die Gefahr und flieht nach Polen, doch die deutschen Truppen folgen über die Grenze. Während der Besetzung wird Sally von seiner Familie getrennt und soll sich mit seinem Bruder allein in die Sowjetunion durchschlagen. Auch die Brüder verlieren sich schließlich aus den Augen. Sally gerät in ein sowjetisches Waisenhaus, wird nach dem deutschen Vorstoß von Wehrmachtsoldaten aufgegriffen und gibt sich ihnen gegenüber als „Volksdeutscher“ aus, der angeblich von den „Bolschewiken“ verschleppt wurde. Wie es mit ihm weitergeht, bleibt hier unerzählt.
Entstehungsgeschichte
„Hitlerjunge Salomon“ entstand 1990 unter der Regie von Agnieszka Holland. In den Hauptrollen sind Marco Hofschneider, André Wilms, Ashley Wanninger und Klaus Abramowsky zu sehen. Der Film ist ab 12 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Die Einordnung als Historie, Drama und Kriegsfilm zeigt, dass hier ein individuelles Schicksal in den größeren Rahmen der nationalsozialistischen Verfolgung und des Krieges gestellt wird. Die Geschichte folgt einem einzelnen Jungen, dessen Überleben von einer erzwungenen Täuschung abhängt: Er muss sich als das ausgeben, was er nicht ist, um der Vernichtung seiner eigenen Identität zu entgehen. Diese Konstruktion – ein jüdisches Kind, das zur Tarnung eine deutsche Identität annimmt – macht die Perspektive des Films aus: Sie verbindet die Perspektive eines Kindes mit den Mechanismen von Verfolgung, Flucht und Anpassung unter Lebensgefahr. Die Auswahl der Besetzung, mit Hofschneider in der zentralen Rolle, deutet auf eine Erzählung, die stark auf die Erfahrung einer einzelnen Figur zugeschnitten ist, durch die sich die größeren historischen Ereignisse spiegeln.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,2 bei einer noch vergleichsweise kleinen Zahl abgegebener Stimmen bewegt sich der Film im oberen Mittelfeld seiner Genrekombination aus Historie, Drama und Kriegsfilm. Seit dem Erscheinungsjahr 1990 sind inzwischen mehr als drei Jahrzehnte vergangen, was den Titel zu einem der älteren Werke einordnet, die sich mit der NS-Zeit aus der Perspektive eines verfolgten Kindes auseinandersetzen. Innerhalb dieses thematischen Feldes steht er damit für einen Zugang, der historische Gewalt über eine individuelle, kindliche Erfahrung vermittelt statt über eine übergeordnete Erzählperspektive.
Bilder








Besetzung & Stab
- Marco Hofschneider als Salomon 'Sally' Perel
- André Wilms als Robert
- Ashley Wanninger als Eric
- Klaus Abramowsky als Salomon's Father
- Michèle Gleizer als Salomon's Mother
- Delphine Forest als Inna
- René Hofschneider als Isaak Perel / Salomon's Brother
- Julie Delpy als Leni
- Hanns Zischler als Captain von Lerenau
- Martin Maria Blau als Ulmayer
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Verfügbarkeit
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