Il signore delle formiche (2022)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Gianni Amelio |
|---|---|
| Genre | Drama, Historie |
| Laufzeit | 134 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2022-09-08 |
| Einspielergebnis | 1.641.723 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,2 (220 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ende der 1960er Jahre steht in Rom ein Prozess an, der für Aufsehen sorgt: Der Dramatiker und Dichter Aldo Braibanti wird wegen "Plagio" angeklagt, weil er angeblich einen jungen, gerade volljährigen Freund und Schüler physisch und psychisch seinem Willen unterworfen habe. Der junge Mann wird auf Betreiben seiner Familie in eine psychiatrische Klinik eingewiesen und dort mit Elektroschocks behandelt, um ihn von diesem Einfluss zu "heilen". Um den Angeklagten herum entfaltet sich ein Geflecht aus Familie, Freunden, Anklägern und Unterstützern, während die Öffentlichkeit dem Geschehen größtenteils gleichgültig gegenübersteht. Einzig ein Journalist bemüht sich, gegen Misstrauen und Zensur die Wahrheit ans Licht zu bringen.
Entstehungsgeschichte
Der Film stammt aus dem Jahr 2022 und wurde von Gianni Amelio inszeniert. In den Hauptrollen sind Luigi Lo Cascio, Elio Germano, Leonardo Maltese und Sara Serraiocco zu sehen.
Hinter den Kulissen
Die Verbindung von Drama und historischem Stoff verweist auf einen Film, der einen tatsächlichen Rechtsfall als Ausgangspunkt nimmt, um darüber hinaus etwas über gesellschaftliche Mechanismen der Ausgrenzung zu erzählen. Die Erzählung aus mehreren Perspektiven – Angeklagter, Familie, Ankläger, Unterstützer, Öffentlichkeit – deutet auf eine Anlage hin, die weniger auf eine einzelne Heldenfigur setzt als auf ein Panorama unterschiedlicher Haltungen zu einem Fall, der stellvertretend für den Umgang mit Andersartigkeit steht. Dass ein Journalist als Gegenfigur zur allgemeinen Gleichgültigkeit auftritt, setzt der kollektiven Passivität eine einzelne suchende Stimme entgegen.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,2 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen zeichnet sich ein positives, aber noch nicht breit abgesichertes Bild ab. Seit dem Erscheinen des Films sind mittlerweile mehrere Jahre vergangen, ohne dass sich daraus eine gefestigte Einordnung ablesen ließe. Innerhalb der Kombination aus Drama und Historie reiht sich der Film in jene Werke ein, die reale juristische und gesellschaftliche Vorgänge zum Ausgangspunkt nehmen, ohne dass sich daraus weitere Aussagen über seine Stellung im Genre treffen ließen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Luigi Lo Cascio als Aldo Braibanti
- Elio Germano als Ennio Scribani
- Leonardo Maltese als Ettore Tagliaferri
- Sara Serraiocco als Graziella
- Anna Caterina Antonacci als Maddalena Tagliaferri
- Rita Bosello als Susanna, madre di Aldo
- Davide Vecchi als Riccardo Tagliaferri
- Maria Caleffi als Carla
- Roberto Infurna als Manrico
- Valerio Binasco als PM
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Verfügbarkeit
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