Im tiefen Tal der Superhexen (1979)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Russ Meyer |
|---|---|
| Genre | Komödie |
| Laufzeit | 93 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1979-05-11 |
| Altersfreigabe | FSK 18 |
| Budget | 300.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 5,3 (122 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
In einem texanischen Provinznest arbeitet Lamar als Buchhalter auf einem Schrottplatz, während seine Frau Lavonia für so ziemlich jede sexuelle Vorliebe offen ist – bis auf eine Ausnahme. Ausgerechnet die Praktik, die Lamar am meisten Vergnügen bereitet, lehnt sie ab, was die Ehe ins Wanken bringt. Um die Beziehung zu retten, ziehen die beiden durch ihr überschaubares Hinterwäldlerdorf und suchen nach einer Lösung für ihr intimes Missverständnis. Der Weg führt schließlich in das Studio des christlichen Radiosenders „Rio Dio, Texas“, wo Lamar in der Badewanne der Moderatorin Sister Eufaula Roop landet. Ob deren körperliche Vorzüge tatsächlich die ersehnte Heilung bringen, bleibt der Film seinem Publikum schuldig aufzulösen.
Entstehungsgeschichte
Regie führte Russ Meyer bei dieser 1979 entstandenen Komödie, die ab 18 Jahren freigegeben ist. Vor der Kamera standen Kitten Natividad, Ann Marie, Ken Kerr und June Mack.
Hinter den Kulissen
Schon die Prämisse – ein sexuell unzufriedenes Ehepaar, das seine Probleme öffentlich im ganzen Dorf verhandelt – zeigt, dass hier keine dezente Beziehungskomödie vorliegt, sondern eine überzeichnete Farce, die auf plakative Körperlichkeit und deftigen Humor setzt. Die Verbindung von ländlicher Kleinstadtidylle, religiösem Radiosender und unverhohlener Erotik erzeugt einen bewussten Kontrast, der die Komödie in Richtung Persiflage auf amerikanische Provinzmoral treibt. Dass die Auflösung der Geschichte an eine Figur mit auffällig inszenierten körperlichen Attributen geknüpft ist, unterstreicht, wie konsequent der Film auf Übertreibung statt auf Subtilität setzt. Die Besetzung liest sich entsprechend nicht nach klassischem Ensemblekino, sondern nach einer auf wenige markante Figuren zugeschnittenen Nummernrevue.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 5,3 bei einer eher schmalen, niedrigen dreistelligen Stimmenbasis bewegt sich der Titel im unteren Mittelfeld der Publikumsgunst und dürfte eher ein Nischenpublikum ansprechen als eine breite Zuschauerschaft überzeugt haben. Seit der Entstehung 1979 sind mittlerweile 46 Jahre vergangen, was den Film als Zeitdokument einer sehr spezifischen, deftig-komödiantischen Erzähltradition erscheinen lässt, die mit heutigen Sehgewohnheiten nur bedingt vergleichbar ist. Innerhalb der Komödie nimmt er durch seine explizite Ausrichtung und die Freigabe ab 18 Jahren eine klar abgegrenzte Position ein, fernab familientauglicher Genrevertreter.
Bilder








Besetzung & Stab
- Kitten Natividad als Lavonia / Lola Langusta
- Ann Marie als Eufaula Roop
- Ken Kerr als Lamar Shedd
- June Mack als Junkyard Sal
- Patrick Wright als Mr. Peterbuilt
- Henry Rowland als Martin Bormann
- Robert E. Pearson als Dr. Asa Lavender
- Michael Finn als Semper Fidelis
- Sharon Ceccatti als Nurse Flovilla Thatch
- Don Scarborough als Beau Badger
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Verfügbarkeit
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