L'humanité (1999)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Bruno Dumont |
|---|---|
| Genre | Drama, Mystery |
| Laufzeit | 148 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1999-09-10 |
| TMDB-Bewertung | 6,7 (119 Stimmen) |
Worum es geht
In einem Dorf in Nordfrankreich versieht Pharao de Winter seinen Dienst als Polizeileutnant, ein Mann, der auf den ersten Blick etwas unzulänglich wirkt, zurückhaltend, fast abwesend. Er lebt mit seiner Mutter zusammen, seit er vor drei Jahren seine Frau und sein Kind bei einem Unfall verloren hat. Zu seiner Nachbarin Domino fühlt er sich hingezogen, die ihn immer wieder einlädt, Abende mit ihr und ihrem Verlobten zu verbringen. Aus dieser stillen Alltagsordnung reißt ihn ein Fall: Auf einem Feld wird die Leiche eines elfjährigen Mädchens gefunden, vergewaltigt und getötet. Pharaos Ermittlungen führen ihn tief in die Beziehungen des Dorfes hinein, und die Suche nach dem Täter wird zu etwas Größerem – zu einer Frage danach, was Menschlichkeit zwischen Menschen überhaupt bedeutet.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1999 unter der Regie von Bruno Dumont. Die Hauptrollen übernehmen Emmanuel Schotté als Pharao de Winter und Séverine Caneele als Domino, an ihrer Seite stehen Philippe Tullier und Ghislain Ghesquère. Eingeordnet wird das Werk als Drama mit mystischen Zügen.
Hinter den Kulissen
Die Verbindung von Drama und Mystery deutet an, dass es hier nicht um klassische Kriminalaufklärung geht. Die Handlung folgt zwar der Form einer Ermittlung, doch die eigentliche Bewegung liegt woanders: in der Beobachtung von Nähe, Distanz und emotionaler Erschöpfung innerhalb einer kleinen Gemeinschaft. Dass der Ermittler selbst als „unzulänglich“ beschrieben wird und persönlichen Verlust in sich trägt, verschiebt den Fokus von der Aufklärung des Verbrechens auf sein Innenleben. Die Konstellation aus Nachbarin, Verlobtem und Mutter baut ein enges soziales Geflecht auf, in das der Mordfall wie ein Fremdkörper einbricht und alle Beziehungen unter Spannung setzt. Die mystische Komponente legt nahe, dass Fragen nach Schuld und Mitgefühl nicht auf einer rein rationalen Ebene verhandelt werden.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,7 bei einer vergleichsweise schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film im mittleren bis oberen Bereich seines Genres, ohne dass sich daraus eine breite Publikumsresonanz ablesen ließe. Seit der Entstehung 1999 sind mittlerweile über zwei Jahrzehnte vergangen, was den Titel in eine Phase des europäischen Autorenkinos jener Zeit einordnet, in der Drama und Krimielemente häufig zugunsten psychologischer Studien zurücktraten. Innerhalb dieser Strömung stellt der Film mit seiner Mischung aus Ermittlungsplot und existenzieller Fragestellung einen eigenständigen Zugang zum Thema Schuld und Gemeinschaft dar.
Bilder








Besetzung & Stab
- Emmanuel Schotté als Pharaon De Winter
- Séverine Caneele als Domino
- Philippe Tullier als Joseph
- Ghislain Ghesquère als Police Chief
- Ginette Allègre als Pharaon's Mother
- Darius als Nurse
- Arnaud Brejon de la Lavergnee als The Conservative
- Daniel Petillon als Jean
- Robert Bunzi als English Policeman
- Dominique Pruvost als Virulent Worker
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Verfügbarkeit
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