Land der Wunder (2014)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Alice Rohrwacher |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 110 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2014-05-22 |
| Altersfreigabe | FSK 0 |
| TMDB-Bewertung | 6,8 (222 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Auf einem Hof in der toskanischen Landschaft lebt eine Familie von der traditionellen Bienenzucht, und das Geld reicht kaum. Der Haushalt besteht ausschließlich aus Töchtern, vier an der Zahl, unter ihnen Gelsomina, die Älteste, die früh Verantwortung für die Familie übernimmt. Als ein kleiner Junge zur Rehabilitation bei ihnen aufgenommen wird, gerät der eingespielte Alltag aus dem Gleichgewicht. Während die finanzielle Lage immer bedrängender wird, entdeckt Gelsomina eine Chance in einer Fernsehshow, die nach „Italiens traditionellster Familie“ sucht. Der Gedanke, das zurückgezogene Leben der Familie einem Preisgeld wegen offenzulegen, bringt sie in Konflikt mit dem starren Weltbild ihres Vaters – ein Widerstreit zwischen Bewahren und Aufbrechen, dessen Ausgang offenbleibt.
Entstehungsgeschichte
„Land der Wunder“ entstand 2014 unter der Regie von Alice Rohrwacher und ist ein Spielfilm ohne Altersbeschränkung. In den zentralen Rollen sind Maria Alexandra Lungu als Gelsomina sowie Alba Rohrwacher, Sam Louwyck und Sabine Timoteo zu sehen, die das Familiengefüge zwischen Enge und Aufbruch tragen.
Hinter den Kulissen
Schon die Ausgangssituation – ein Haushalt nur aus Töchtern, geführt von der ältesten Tochter anstelle eines Sohnes – verschiebt die klassische Familienerzählung auf eine weibliche Perspektive. Die Verbindung von bäuerlicher Beharrlichkeit und dem grellen Einbruch der Fernsehwelt bringt zwei gegensätzliche Zeitvorstellungen zusammen: ein Leben nach den Jahreszeiten der Bienenzucht gegen das schnelle Versprechen einer Casting-Show. Dass ausgerechnet die Tochter, die den Fortbestand des Hofes sichern soll, zur treibenden Kraft für den Bruch mit den Regeln des Vaters wird, macht den Generationenkonflikt zum eigentlichen Zentrum der Geschichte, nicht die äußeren Ereignisse.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,8 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen bewegt sich der Film im soliden Mittelfeld für ein leises, figurenzentriertes Drama. Seit dem Erscheinungsjahr 2014 sind mittlerweile mehr als zehn Jahre vergangen, ohne dass der Stoff an thematischer Aktualität verloren hätte: Landflucht, Traditionsverlust und die Frage, wie Medien authentisches Leben verwerten, bleiben wiederkehrende Motive im europäischen Familiendrama. Innerhalb dieses Genres setzt der Film auf eine kleine, konzentrierte Besetzung und einen ruhigen Erzählrhythmus statt auf große dramatische Zuspitzungen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Maria Alexandra Lungu als Gelsomina
- Alba Rohrwacher als Angelica
- Sam Louwyck als Wolfgang
- Sabine Timoteo als Cocò
- Agnese Graziani als Marinella
- Monica Bellucci als Milly Catena
- André Hennicke als Adrian
- Luis Huilca als Martin
- Eva Lea Pace Morrow als Caterina
- Maris Stella Morrow als Luna
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Verfügbarkeit
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