Le Havre (2011)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Aki Kaurismäki |
|---|---|
| Genre | Drama, Komödie |
| Laufzeit | 93 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2011-09-08 |
| Altersfreigabe | FSK 0 |
| Budget | 3.850.000 $ |
| Einspielergebnis | 4.230.854 $ |
| TMDB-Bewertung | 7 (492 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Marcel Marx war einmal Schriftsteller und ein bekannter Bohemien. Inzwischen hat er sich freiwillig in die Hafenstadt Le Havre zurückgezogen, wo er als Schuhputzer arbeitet: ein ehrbarer, aber schlecht bezahlter Beruf, der ihm das Gefühl gibt, den Menschen näher zu sein, weil er ihnen dient. Seine literarischen Ambitionen hat er begraben und lebt zufrieden im Dreieck aus Eckkneipe, Arbeit und seiner Frau Arletty.
Dann stellt das Schicksal ihm unvermittelt einen Jungen in den Weg, ein Einwandererkind aus Schwarzafrika. Zur gleichen Zeit erkrankt Arletty schwer und muss das Bett hüten. Marcel muss erneut gegen die kalte Mauer menschlicher Gleichgültigkeit antreten, mit nichts als seinem angeborenen Optimismus und der sturen Solidarität seiner Nachbarn. Gegen ihn steht die blinde Mechanik eines westlichen Rechtsstaats in Gestalt einer Polizei, deren Griff sich um den jungen Flüchtling immer enger schließt. Für Marcel ist es Zeit, die Schuhe zu putzen und die Zähne zu zeigen.
Entstehungsgeschichte
Aki Kaurismäki inszenierte „Le Havre“, der Film datiert auf das Jahr 2011. Zur Besetzung gehören André Wilms, Kati Outinen, Jean-Pierre Darroussin und Blondin Miguel. Die Freigabe ohne Altersbeschränkung zeigt, dass die Geschichte trotz ihres ernsten Kerns, Krankheit und polizeiliche Verfolgung eines Kindes, auf drastische Darstellungen verzichtet.
Hinter den Kulissen
Drama und Komödie greifen hier ineinander: Die Lage des Jungen und Arlettys Krankheit sind ernst, der Ton, in dem Marcel und sein Viertel darauf reagieren, hat komische Züge. Die Anlage stellt einen Einzelnen mit seinen Nachbarn gegen eine anonyme Staatsmaschinerie, und der Schuhputzer, der schließlich die Zähne zeigt, ist die Figur, an der sich diese Konfrontation entzündet. Der Hafen als Ort des Durchgangs passt zu einer Geschichte über Ankommen und Bleiben.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,0 von 10 bei einer Stimmenzahl im dreistelligen Bereich liegt der Film im guten Bereich, getragen von einem eher kleinen Publikum. 15 Jahre nach 2011 hat der Stoff, die Begegnung eines europäischen Viertels mit einem geflüchteten Kind, nichts an Gegenwart verloren. Im Feld der Tragikomödien steht der Titel für die Verbindung von sozialem Thema und Humor, der aus der Haltung der Figuren entsteht.
Bilder








Besetzung & Stab
- André Wilms als Marcel Marx
- Kati Outinen als Arletty
- Jean-Pierre Darroussin als Monet
- Blondin Miguel als Idrissa
- Elina Salo als Claire
- Evelyne Didi als Yvette
- Quoc Dung Nguyen als Chang
- François Monnié als Greengrocer
- Roberto Piazza als Little Bob
- Pierre Étaix als Dr. Becker
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Verfügbarkeit
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