Lemon Tree (2008)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Eran Riklis |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 106 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2008-02-08 |
| Einspielergebnis | 7.199.534 $ |
| TMDB-Bewertung | 7 (127 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Salma Zidane lebt allein im Westjordanland, ihr Mann ist tot, ihre Kinder haben das Elternhaus verlassen. Ihr Garten mit den jahrhundertealten Zitronenbäumen ist ihre einzige Existenzgrundlage. Als der israelische Verteidigungsminister mit seiner Familie ins Nachbarhaus zieht, sollen die Bäume aus Sicherheitsgründen gefällt werden. Salma widersetzt sich diesem Vorhaben und beginnt einen juristischen Kampf, den sie nicht allein führt: Ein junger, geschiedener Anwalt übernimmt ihren Fall, und zwischen beiden entwickelt sich eine Zuneigung. Unerwartete Unterstützung erhält sie zudem von der Frau des Ministers, die durch die Isolation ihres eigenen Alltags das Schicksal ihrer Nachbarin zu ihrer eigenen Angelegenheit macht.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 2008 unter der Regie von Eran Riklis. In den zentralen Rollen sind Hiam Abbass, Tarik Kopty, Ali Suliman und Doron Tavory zu sehen.
Hinter den Kulissen
Als Drama angelegt, verzichtet der Film auf große Actionmomente und verlagert den Konflikt in den juristischen und zwischenmenschlichen Bereich. Die Konstellation zweier Frauen auf gegenüberliegenden Seiten einer politischen Grenze, die sich über die Distanz hinweg annähern, verweist auf eine Erzählweise, die persönliche Beziehungen als Spiegel eines größeren gesellschaftlichen Konflikts nutzt. Die Besetzung mit israelischen und palästinensischen Darstellern in den Hauptrollen unterstreicht diesen Ansatz, ohne dass daraus etwas über die Produktion selbst ableitbar wäre. Die Handlung bündelt private und öffentliche Ebenen: eine Nachbarschaftsauseinandersetzung, ein Gerichtsverfahren, eine zaghafte Romanze und eine Frauenfreundschaft, die sich über politische Fronten hinwegsetzt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,0 bei einer noch überschaubaren Anzahl an Stimmen bewegt sich der Film im oberen Mittelfeld dramatischer Erzählungen, wobei die Basis zu klein ist, um von einem breiten Publikumsurteil zu sprechen. Seit dem Erscheinungsjahr 2008 sind mittlerweile 17 Jahre vergangen, was den Film in eine Zeit einordnet, in der ähnliche Stoffe über Nachbarschaft und Grenzkonflikte im nahöstlichen Kontext verhandelt wurden. Innerhalb des Dramas positioniert er sich durch seinen kammerspielartigen Zuschnitt und die Konzentration auf wenige Figuren als leiser, auf Beziehungen fokussierter Beitrag zum Genre.
Bilder






Besetzung & Stab
- Hiam Abbass als Selma Zidane
- Tarik Kopty als Abu Hussam
- Ali Suliman als Ziad Daud
- Doron Tavory als Defense Minister Israel Navon
- Rona Lipaz-Michael als Mira Navon
- Amos Lavi als Commander Jacob
- Amnon Wolf als Leibowitz
- Liron Baranes als Gilad
- Smadar Jaaron als Tamar Gera
- Danny Leshman als Private Itamar 'Quickie'
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