Leo, der Kriegsheld (1970)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Marcel Camus |
|---|---|
| Genre | Abenteuer, Komödie, Kriegsfilm |
| Laufzeit | 107 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1970-10-14 |
| TMDB-Bewertung | 6,2 (114 Stimmen) |
Worum es geht
Sommer 1943, an der normannischen Küste: Léon Duchemin betreibt friedlich seinen Gasthof, seit zwanzig Jahren von seiner Frau verlassen, und lebt mit seiner Schwester Maria und seiner Tochter Juliette zusammen. Seine Gäste sind eine bunte Mischung – vom Fahrer Rommels bis zu Widerstandskämpfern und Schwarzmarkthändlern. Ein englischer Luftangriff bringt Bewegung in den Alltag: Der abgeschossene britische Flieger Jeff flüchtet über die Dächer vor den Deutschen und landet schließlich in Juliettes Zimmer. Parallel dazu wird Léon versehentlich für einen Handwerker gehalten und in die deutsche Kommandantur gebracht, wo er einen Malauftrag ausführen soll. Dabei gerät ihm unabsichtlich ein geheimer Plan mit den Stellungen des Atlantikwalls in die Hände. Ohne es zu wollen, findet sich der biedere Gastwirt in der Rolle desjenigen wieder, der diese Informationen den Briten zukommen lassen soll.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1970 unter der Regie von Marcel Camus. Zur Besetzung gehören Bourvil, Sophie Desmarets, Peter McEnery und Sara Franchetti.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Abenteuer, Komödie und Kriegsfilm zeigt, wie hier der Zweite Weltkrieg als Kulisse für eine turbulente Verwechslungsgeschichte dient statt für ein ernstes Kriegsdrama. Ein unbedarfter Wirt, der durch Zufall in Spionage und Widerstand hineingerät, ist eine klassische Anlage für eine Komödie, die auf Situationskomik und Missverständnisse setzt. Die Mischung der Figuren im Gasthof – deutscher Fahrer, Widerstandskämpfer, Schwarzmarkthändler – deutet an, dass der Alltag unter Besatzung eher als Bühne für Verwicklungen denn als historische Studie dient. Auch die Liebesgeschichte zwischen der Tochter und dem abgeschossenen britischen Flieger fügt sich in dieses leichte, abenteuerlich-komödiantische Muster ein.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,2 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film im mittleren Bereich – ein Hinweis darauf, dass er heute nur noch von einem kleinen Publikum wahrgenommen wird. Seit seiner Entstehung sind mehr als fünfzig Jahre vergangen, was den Film klar als Zeugnis einer bestimmten Ära des französischen Unterhaltungskinos ausweist, in der Kriegskomödien mit prominenten Darstellern wie Bourvil ein gängiges Genre waren.
Bilder








Besetzung & Stab
- Bourvil als Léon Duchemin, Norman restaurateur
- Sophie Desmarets als Maria Duchemin, sister of Léon
- Peter McEnery als Jeff, the downed British airman
- Sara Franchetti als Juliette Duchemin, daughter of Léon
- Jean Poiret als Armand, resistance leader and double agent
- Reinhard Kolldehoff als Lieutenant Heinrich Jakobus Steinbichler aka 'Totor'
- Pino Caruso als Lieutenant Friedrich, Rommel's driver
- Terry-Thomas als Commander Perry of British HQ
- Roland Lesaffre als Fake resistance fighter full of tics
- Jacques Balutin als Resistant gendarme
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Verfügbarkeit
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