Orfeu Negro (1959)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Marcel Camus |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 107 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1959-06-12 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| TMDB-Bewertung | 7 (245 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Rio de Janeiro, mitten im Karneval: Ein junger Straßenbahnfahrer, der als Sänger und Tänzer auffällt, verliebt sich in eine junge Frau, die aus ihrem Heimatort geflohen ist. Ein unheimlicher Verfolger hat es auf sie abgesehen, und die Stadt taumelt im Ausnahmezustand des Festes, während die beiden versuchen, zueinander zu finden. Die Handlung folgt dabei erkennbar dem Muster einer alten Liebesgeschichte, in der Verlust und Rettung eng beieinanderliegen und ein Blick zurück, der nicht erlaubt ist, große Bedeutung gewinnt. Wie das Paar am Ende zueinander steht, bleibt hier offen.
Entstehungsgeschichte
"Orfeu Negro" entstand 1959 unter der Regie von Marcel Camus. In den Hauptrollen sind Breno Mello und Marpessa Dawn zu sehen, an ihrer Seite Lourdes de Oliveira und Léa Garcia. Der Film ist ab 16 Jahren freigegeben und als Drama mit deutlichem Liebesfilm-Einschlag angelegt.
Hinter den Kulissen
Die Geschichte greift auf den Orpheus-Mythos zurück und verlegt ihn in eine moderne, brasilianische Karnevalskulisse. Diese Verschiebung aus dem antiken Mythos in eine zeitgenössische Großstadtwelt macht aus einer Sage über Liebe und Tod eine Erzählung über Alltagsfiguren – ein Straßenbahnfahrer, eine Geflüchtete – die trotz ihrer Gewöhnlichkeit in ein unausweichliches Schicksal geraten. Die Kombination aus Drama und Liebesfilm erlaubt es, das Fest als Rahmen für etwas Dunkleres zu nutzen: Ausgelassenheit und Verfolgung, Musik und Gewalt liegen dicht beieinander. Dass die Auflösung über Verfolgerinnen und einen tödlichen Sturz erfolgt, zeigt, wie konsequent der Mythos in seiner tragischen Grundstruktur beibehalten wird, auch wenn Ort und Figuren völlig neu gedacht sind.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,0 bei einer für einen Titel dieses Alters eher schmalen Stimmenbasis steht "Orfeu Negro" solide, aber nicht überragend da. Der Abstand zur Gegenwart beträgt mittlerweile über sechs Jahrzehnte, was den Film klar als Werk seiner Entstehungszeit kennzeichnet. Innerhalb der Schnittmenge von Drama und Liebesfilm nimmt er durch die mythologische Rahmung und die brasilianische Karnevalskulisse eine eigene Position ein, die sich von rein zeitgenössischen Liebesdramen unterscheidet.
Bilder








Besetzung & Stab
- Breno Mello als Orfeo
- Marpessa Dawn als Eurydice
- Lourdes de Oliveira als Mira
- Léa Garcia als Serafina
- Adhemar Ferreira da Silva als Death
- Waldetar De Souza als Chico
- Alexandre Constantino als Hermes
- Jorge Dos Santos als Benedito
- Aurino Cassiano als Zeca
- Maria Alice als Little Girl
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Verfügbarkeit
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