Life, Animated (2016)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Roger Ross Williams |
|---|---|
| Genre | Dokumentarfilm |
| Laufzeit | 92 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2016-07-01 |
| TMDB-Bewertung | 7,4 (147 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Bis zu seinem dritten Lebensjahr entwickelt sich Owen Suskind wie jedes andere Kind. Dann verändert sich etwas: Er verstummt, zieht sich zurück, wirkt wie abgeschnitten von seiner Umgebung. Die Diagnose der Eltern bestätigt die Befürchtung: Autismus. Einzig die gemeinsam mit seinem älteren Bruder geschauten Disney-Zeichentrickfilme scheinen ihn zu beruhigen. Als die Eltern kaum noch hoffen, dass Owen je wieder sprechen wird, äußert er eines Tages einen Satz, den sie wiedererkennen – eine Zeile aus einem der Filme, die er immer wieder sieht. So entdecken sie, dass ihr Sohn sich ausschließlich über die Figuren und Dialoge dieser Filme mitteilen kann. Von diesem Moment an eröffnet sich ein Weg, der weiterführt, als es zunächst absehbar war.
Entstehungsgeschichte
Der Dokumentarfilm entstand 2016 unter der Regie von Roger Ross Williams. Im Zentrum stehen Owen Suskind und sein Vater Ron Suskind, die von ihrer eigenen Geschichte erzählen. Ergänzt wird der Film durch Auftritte von Jonathan Freeman und Gilbert Gottfried, beide bekannt als Synchronstimmen aus Disney-Produktionen.
Hinter den Kulissen
Dass ausgerechnet Sprecher aus Disney-Filmen im Cast auftauchen, verweist auf die zentrale Konstruktion des Films: Zeichentrickfiguren werden hier nicht als Unterhaltung behandelt, sondern als Sprache, über die sich ein Mensch der Welt mitteilt. Die Einordnung als reiner Dokumentarfilm signalisiert, dass die Geschichte nicht nachgespielt, sondern aus dem realen Leben der Familie Suskind geschöpft ist. Die Anlage der Erzählung – vom frühen Rückzug bis zum Moment der Verständigung – folgt dem Verlauf einer echten Entwicklung, nicht einer dramaturgischen Zuspitzung.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,4 bei einer vergleichsweise schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film im oberen Bereich dokumentarischer Arbeiten zu diesem Thema, ohne dass sich daraus eine breite öffentliche Rezeption ablesen ließe. Seit der Veröffentlichung 2016 sind mittlerweile neun Jahre vergangen, in denen sich am Kern des Films – der Frage, wie Kommunikation jenseits gewohnter Sprache möglich wird – nichts an Aktualität verloren hat. Innerhalb dokumentarischer Arbeiten zu Autismus sticht der Film durch seinen sehr persönlichen, familiären Zugang hervor.
Bilder

Besetzung & Stab
- Owen Suskind als Himself
- Ron Suskind als Himself
- Jonathan Freeman als Himself
- Gilbert Gottfried als Himself
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Verfügbarkeit
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