Made in USA (1967)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Jean-Luc Godard |
|---|---|
| Genre | Krimi, Mystery, Komödie |
| Laufzeit | 90 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1967-01-27 |
| Budget | 50.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,1 (107 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Paula Nelson, Journalistin und Privatdetektivin, reist aus Paris nach Atlantic City, um Richard zu finden, ihren Verlobten, der sich dort verborgen hält. Sie trifft nicht auf ihn, sondern auf seine Leiche, ohne dass ihr die Umstände seines Todes klar würden. Ihre Suche nach dem Täter führt sie tiefer in ein Geflecht aus Polizei, Agenten und Gangstern, in dem sie selbst zur Handelnden mit Blut an den Händen wird. Ihre Situation verschärft sich zusehends, ohne dass ein Ausweg erkennbar wäre.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1967 unter der Regie von Jean-Luc Godard und ist eine freie Verarbeitung eines Kriminalromans. In den Hauptrollen sind Anna Karina, László Szabó, Jean-Pierre Léaud und Marianne Faithfull zu sehen. Eine Altersfreigabe ist nicht bekannt.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Krimi, Mystery und Komödie deutet an, dass hier klassische Genrezutaten nicht geradlinig bedient, sondern gebrochen und ironisch gespiegelt werden. Die Ermittlungshandlung dient als Gerüst, an dem sich Verweise auf das amerikanische Gangsterkino und dessen Übertragung nach Europa entfalten. Dass die Figuren Namen wie Aldrich, Widmark, Siegel oder Mizoguchi tragen, verweist auf ein Spiel mit dem Kino selbst, das jede Illusion von realistischer Kriminalhandlung unterläuft. Die Widmung an Sam Fuller und Nicolas Ray verstärkt diesen Eindruck eines Films, der sich bewusst in einer Kinotradition verortet, ohne sie unmittelbar nachzuerzählen. Die Anlage der Geschichte – eine Frau, die zwischen Ermittlerin und Täterin changiert – lässt eine erzählerische Unschärfe erwarten, die klare moralische Zuordnungen vermeidet.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,1 bei einer eher schmalen Stimmenbasis lässt sich der Film nicht als breit rezipiertes Werk beschreiben, sondern eher als Titel mit einem begrenzten, aber vorhandenen Publikum. Seit dem Erscheinungsjahr 1967 sind inzwischen weit über fünfzig Jahre vergangen, was ihn zeitlich deutlich von aktuellen Krimi- oder Mystery-Produktionen abhebt. Innerhalb dieser Genremischung nimmt er durch seine ungewöhnliche Verbindung von Kriminalstoff, komödiantischen Elementen und Kino-Zitaten eine Position ein, die sich von geradlinigeren Genrevertretern seiner Zeit unterscheidet.
Bilder






Besetzung & Stab
- Anna Karina als Paula Nelson
- László Szabó als Paul Widmark
- Jean-Pierre Léaud als Donald Siegel
- Marianne Faithfull als Marianne Faithfull
- Yves Afonso als David Goodis
- Claude Bakka als Man with Marianne Faithfull (uncredited)
- Daniel Bart als Policeman (uncredited)
- Jean-Pierre Biesse als Richard Nixon (uncredited)
- Jean-Claude Bouillon als Inspector Aldrich (uncredited)
- Fernand Coquet als Bill Poster (uncredited)
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Verfügbarkeit
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