Marvins Töchter (1996)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Jerry Zaks |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 98 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1996-12-18 |
| Altersfreigabe | FSK 6 |
| Budget | 23.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 12.803.305 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,7 (639 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Nach einer ärztlichen Routineuntersuchung erfährt Bessie, dass sie an Leukämie erkrankt ist. Retten kann sie nur eine Knochenmarkspende aus dem engen Verwandtenkreis. Also wendet sie sich an ihre Schwester Lee, die sie seit den gemeinsamen Teenagerjahren nicht mehr gesehen hat. Lee willigt ein und reist mit ihren Söhnen Hank und Charlie nach Florida, in das Haus des gelähmten Vaters Marvin, den Bessie seit mehr als zwanzig Jahren aufopferungsvoll pflegt. Was als medizinische Notwendigkeit beginnt, führt die beiden Frauen in Auseinandersetzungen, die weit hinter die Erkrankung zurückreichen. Die Diagnose ist damit von Anfang an mehr als ein Befund: Sie erzwingt ein Wiedersehen, das beide Seiten lange vermieden haben.
Entstehungsgeschichte
Der 1996 herausgekommene Film entstand unter der Regie von Jerry Zaks. Meryl Streep, Diane Keaton, Leonardo DiCaprio und Robert De Niro bilden die Besetzung. Freigegeben ist der Film ab sechs Jahren, was zu einem Stoff passt, der seine Härte im Gespräch und nicht in der Darstellung sucht.
Hinter den Kulissen
Der Film ist ein reines Drama, und die Anlage macht deutlich, warum keine zweite Zuordnung nötig ist. Die Krankheit ist hier kein Spannungsmotor, sondern ein Anlass, der zwei Lebensentwürfe unausweichlich zusammenführt: die Schwester, die geblieben ist und gepflegt hat, und die, die gegangen ist. Der Pflegefall im Haus wirkt dabei als stille dritte Kraft — er hat die eine Biografie geprägt und in der anderen gefehlt. Dass die Besetzung vier gleichgewichtige Rollen vorsieht, verweist auf eine Bauform, die auf Szenen zu zweit und zu viert setzt statt auf eine Hauptfigur.
Einordnung & Wirkung
6,7 von 10 stehen für eine wohlwollende, aber nicht überschwängliche Aufnahme; die Bewertungsbasis umfasst einige hundert Stimmen. 30 Jahre nach dem Erscheinen ordnet sich der Film jener Gruppe von Familiendramen zu, die Krankheit und Pflege nüchtern behandeln, ohne die Belastung zu verharmlosen. Dass vier Namen die Besetzung tragen, ohne dass eine Figur die anderen überragt, deutet zudem auf ein Ensemblestück: Die Wirkung entsteht aus dem Ausgleich, nicht aus einer Zuspitzung.
Bilder








Besetzung & Stab
- Meryl Streep als Lee Wakefield Lacker
- Diane Keaton als Bessie Wakefield
- Leonardo DiCaprio als Hank Lacker
- Robert De Niro als Wallace "Wally" Carter
- Hume Cronyn als Marvin Wakefield
- Gwen Verdon als Ruth Wakefield
- Hal Scardino als Charlie Lacker
- Dan Hedaya als Robert "Bob" Carter
- Margo Martindale als Charlotte Samit
- Cynthia Nixon als Retirement Home Director
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