Music Box - Die ganze Wahrheit (1989)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Costa-Gavras |
|---|---|
| Genre | Drama, Thriller, Mystery |
| Laufzeit | 124 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1989-12-22 |
| Einspielergebnis | 6.263.883 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (188 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Mike Laszlo lebt seit vierzig Jahren in den USA, wohin er nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs als ungarischer Immigrant kam. Er hat sich ein bürgerliches Leben aufgebaut und die amerikanische Staatsbürgerschaft erhalten. Nun wird er beschuldigt, in seiner Jugend als Mitglied der Pfeilkreuzer, der ungarischen Faschisten, an grauenhaften Kriegsverbrechen beteiligt gewesen zu sein. Laszlo bittet seine Tochter Ann, eine anerkannte Rechtsanwältin, ihn vor Gericht zu verteidigen. Damit gerät sie in einen Konflikt zwischen kindlicher Loyalität und der Konfrontation mit Beweisen, die sie selbst zusammentragen muss.
Entstehungsgeschichte
"Music Box - Die ganze Wahrheit" entstand 1989 unter der Regie von Costa-Gavras. In den Hauptrollen sind Jessica Lange als Ann Talbot, Armin Mueller-Stahl als ihr Vater Mike Laszlo, Donald Moffat und Lukas Haas zu sehen. Der Film ist als Drama mit Thriller- und Mystery-Elementen angelegt.
Hinter den Kulissen
Die Verbindung von Gerichtsdrama, Thriller und Mystery deutet darauf hin, dass die Geschichte weniger auf äußere Spannung als auf die schrittweise Enthüllung von Wahrheit setzt: Was Ann über ihren Vater herausfindet, entfaltet sich wie ein Rätsel, dessen Auflösung ihr gesamtes Selbstverständnis erschüttert. Dass die Verteidigerin zugleich die Tochter des Angeklagten ist, macht aus einem juristischen Verfahren zugleich eine private Zerreißprobe. Die Wahl eines historisch belasteten Themas, der Beteiligung an Kriegsverbrechen der Pfeilkreuzer, verleiht dem Film ein moralisches Gewicht, das über den Gerichtssaal hinausreicht und Fragen nach Schuld, Erinnerung und familiärer Bindung aufwirft, ohne dass diese Fragen einfache Antworten erlauben.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,1 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen bewegt sich der Film in einem soliden, aber nicht übermäßig breit diskutierten Bereich. Seit seiner Entstehung 1989 sind inzwischen deutlich über drei Jahrzehnte vergangen, was den zeitlichen Abstand zu den historischen Ereignissen, auf die er sich bezieht, noch einmal vergrößert. Innerhalb des Gerichtsdrama-Genres mit thrillerhaften und rätselhaften Zügen nimmt er eine Stellung ein, die stärker auf psychologische Zuspitzung als auf äußere Effekte setzt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Jessica Lange als Ann Talbot
- Armin Mueller-Stahl als Mike Laszlo
- Donald Moffat als Harry Talbot
- Lukas Haas als Mike Talbot
- Cheryl Lynn Bruce als Georgine Wheeler
- Mari Törőcsik als Magda Zoldan
- Frederic Forrest als Jack Burke
- J.S. Block als Judge Silver
- Sol Frieder als Istvan Boday
- Michael Rooker als Karchy Laszlo
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Verfügbarkeit
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