Nói albinói (2003)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Dagur Kári |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 90 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2003-02-28 |
| TMDB-Bewertung | 7 (109 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Noi ist siebzehn, Albino und durch eine Krankheit ohne Haare – ein Junge, der in einem abgelegenen Ort im Norden Islands lebt, bei seiner Großmutter, und der lieber die Schule schwänzt, um im Bücherladen zu stöbern oder an der Tankstelle ein Malzbier zu trinken. Mit Menschen tut er sich schwer, mit Tieren gelingt ihm der Umgang leichter. Dann lernt er Iris kennen und verliebt sich. In seinem Kopf entsteht ein Fluchtplan: weg aus der Kälte, am liebsten gleich nach Hawaii, das er durch die Bilder eines Viewmasters kennt, den ihm seine Großmutter geschenkt hat. Wie weit dieser Traum trägt, bleibt offen.
Entstehungsgeschichte
Der Film stammt aus dem Jahr 2003, Regie führte Dagur Kári. In den Hauptrollen sind Tómas Lemarquis, Þröstur Leó Gunnarsson, Elín Hansdóttir und Hjalti Rögnvaldsson zu sehen. Es handelt sich um ein Drama.
Hinter den Kulissen
Schon die Ausgangsfigur trägt die Geschichte: ein Außenseiter, der durch sein Aussehen auffällt und sich zugleich innerlich von seiner Umgebung entfernt. Die Kombination aus abgelegenem, kaltem Ort und der Sehnsucht nach einem fernen, warmen Gegenbild wie Hawaii setzt einen klaren erzählerischen Kontrast: Enge gegen Weite, Kälte gegen Wärme, Realität gegen Vorstellungsbild. Dass Noi sich mit Tieren besser versteht als mit Menschen, unterstreicht seine Position außerhalb sozialer Erwartungen. Die Liebesgeschichte mit Iris fungiert als Auslöser, der diesen Fluchtwunsch konkretisiert, ohne dass die Erzählung ihn als einfache Erlösung anlegt. Als reines Drama verzichtet der Film auf äußere Genrehilfen wie Spannung oder Komik und setzt stattdessen auf die Beobachtung einer einzelnen, isolierten Figur.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,0 bei einer eher schmalen Stimmenbasis zeichnet sich ein grundsätzlich positives, aber nicht übermäßig breites Echo ab. Seit dem Erscheinungsjahr 2003 sind mehr als zwanzig Jahre vergangen, der Film bleibt damit ein Beispiel für ein kleines, figurenzentriertes Drama aus Island, das seine Wirkung aus der Zeichnung einer einzelnen Außenseiterfigur und ihrer Umgebung zieht, statt aus plot-getriebener Handlung.
Bilder


Besetzung & Stab
- Tómas Lemarquis als Nói Kristmundsson
- Þröstur Leó Gunnarsson als B. Kristmundsson
- Elín Hansdóttir als Íris Óskarsdóttir
- Hjalti Rögnvaldsson als Óskar Halldórsson
- Pétur Einarsson als Priester
- Anna Friðriksdóttir als Lina
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Verfügbarkeit
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