Nirgendwo in Afrika (2001)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Caroline Link |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 141 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2001-12-11 |
| Altersfreigabe | FSK 6 |
| TMDB-Bewertung | 7 (194 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
1938, kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, verlässt die jüdische Familie Redlich Deutschland und findet Zuflucht in Kenia. Der Anwalt Walter Redlich muss sich auf einer Farm als Arbeiter verdingen, eine völlig neue Existenz für ihn. Seine Frau Jettel, aus großbürgerlichen Verhältnissen stammend, tut sich schwer mit dem einfachen Leben in der Fremde. Die Tochter Regina dagegen wächst mit der neuen Umgebung förmlich zusammen, lernt Sprache und Gebräuche des Landes und findet im Koch Owunor einen engen Freund. Als sich das Kriegsende ankündigt, erhält Walter ein Angebot, als Richter nach Frankfurt zurückzukehren. Nach Jahren, in denen die Familie eine Zuneigung zu ihrer neuen Heimat entwickelt hat, stellt sich für Jettel und Regina die Frage, ob sie diesen Weg mit ihm gehen wollen.
Entstehungsgeschichte
Regie führte Caroline Link, der Film stammt aus dem Jahr 2001 und ist ab 6 Jahren freigegeben. In den Hauptrollen sind Juliane Köhler als Jettel, Merab Ninidze als Walter, Sidede Onyulo als Owunor und Matthias Habich zu sehen.
Hinter den Kulissen
Als Drama angelegt, verzichtet der Film auf äußere Actionmomente und konzentriert sich auf die innere Entwicklung seiner Figuren. Die Konstellation aus einer aus Europa vertriebenen Familie und einem afrikanischen Umfeld erzeugt einen doppelten Blick: auf das Ankommen in einer fremden Welt und auf die Frage, was Heimat überhaupt bedeutet, wenn die alte unwiederbringlich verändert ist. Dass gerade die Tochter die stärkste Bindung zum neuen Land aufbaut, während die Eltern zwischen Anpassung und Herkunft schwanken, verweist auf einen Generationenkonflikt, der sich erst am Ende der Geschichte zuspitzt, wenn die Rückkehr nach Deutschland zur Entscheidung wird.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,0 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen zeigt sich ein solides, aber kein überwältigend breites Echo. Über zwei Jahrzehnte nach seiner Entstehung bleibt der Film als Beispiel für ein Drama zu Vertreibung und Exil im historischen Kontext des Nationalsozialismus lesbar, das seine Wirkung weniger aus dramatischen Zuspitzungen als aus der genauen Beobachtung einer Familie im Ausnahmezustand zieht.
Bilder



Besetzung & Stab
- Juliane Köhler als Jettel Redlich
- Merab Ninidze als Walter Redlich
- Sidede Onyulo als Owuor
- Matthias Habich als Süßkind
- Lea Kurka als Regina (younger)
- Karoline Eckertz als Regina (older)
- Gerd Heinz als Max
- Hildegard Schmahl als Ina
- Maritta Horwarth als Liesel
- Regine Zimmermann als Käthe
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Verfügbarkeit
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